Zuckerstoffwechsel besser mit eiweißarmer Ernährung?

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Foto: ©iStock.com/Tempura
Forscher des Deutschen Krebsforschungsinstituts haben diese interessante Erkenntnis jetzt veröffentlicht.

Eine eiweißarme Kost soll positive Auswirkungen auf den Zuckerstoffwechsel haben. Daher könnte solch eine Form der Ernährung vor Diabetes-Typ-2 schützen. Forscher des Deutschen Krebsforschungsinstituts haben diese interessante Erkenntnis jetzt veröffentlicht.

Seit vielen Jahren wird aber eher die Low-Carb-Diät empfohlen, bei der möglichst wenige Kohlenhydrate aus Nudeln oder Brot verzehrt werden sollen. Stattdessen raten die Ernährungs-Experten zu vermehrtem Konsum von Eiweiß. Man war nämlich bisher der Ansicht, dass eine solche Form der Ernährung eher dazu geeignet ist das Körpergewicht besser halten oder sogar verringern zu können. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung meinte dazu allerdings schon immer, dass sich eine eiweißreiche Ernährung im Alltag nur schwer umsetzen lässt und kritisierte aus diesem Grund solch eine Kost.

Die Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg haben nun Ergebnisse ihrer Studie vorgelegt. An Mäusen zeigten die Forscher, dass sich bei ihnen durch eine eiweißarme Ernährung die Verbrennung von Fett- und Kohlenhydraten steigern ließ und somit auch der Energieverbrauch stieg. Gleichzeitig entwickelten sich sogar Insulinresistenzen zurück, die zur Entstehung von Typ-2-Diabetes beitragen können. Die Blutzuckerwerte der Tiere verbesserten sich deutlich.

Die Mäuse erhielten während der Studie eine Diät mit nur fünf Prozent Eiweißanteil im Futter. Normales Futter für Mäuse enthält etwa zwanzig Prozent Eiweiß. Die Tiere fraßen zwar mehr von diesem Futter, nahmen aber langsamer an Gewicht zu. Der Energieverbrauch stieg also. Außerdem konnten die Mediziner feststellen, dass die Nager niedrigere Insulin-, Cholesterin- und Blutfettwerte hatten.

Fazit:
Durch die Umstellung der Ernährung verloren fettleibige Mäuse zwar kein Gewicht, verbesserten aber ihre Blutwerte. Bereits vorhandene Insulinresistenzen wurden abgebaut. Das Futter, das arm an Proteinen war zeigte also sehr positive Auswirkungen auf die Gesundheit der Tiere.

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Quelle: www.noz.de

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