Zigarettenverkauf nur noch unterm Ladentisch?

BildtbkDas enorme gesundheitliche Schädigungspotential durch den Konsum von Zigaretten wird zunehmend stärker wahrgenommen. Mit dem gesteigerten Bewusstsein gegenüber den gesundheitlichen Auswirkungen, stiegen in den vergangenen Jahren auch die Maßnahmen, welche das Ziel haben den Zigarettenkonsum zurück zu drängen. Nachdem viele Länder bereits weitreichende Verbote zum Zigarettenkonsum in öffentlichen Gebäuden, Restaurants und anderen gastronomischen Einrichtungen erlassen haben, könnten nun weitreichende Maßnahmen getroffen werden, welche auf die Auslage der Zigaretten im Verkauf abzielen.

England als Vorreiter – Folgt nun die Stadt New York?

Im Kampf gegen den Konsum von Zigaretten wurde bereits im vergangenen Jahr in England die Auslage von Zigaretten in Supermärkten untersagt. New Yorks ambitionierter und bekannter Bürgermeister Michael Bloomberg möchte diesen Vorbild nun folgen. Bereits in der Vergangenheit hatte Michael Bloomberg häufiger die Aufmerksamkeit mit spektakulären Vorschlägen und Gesetzesinitiativen auf sich gezogen. Erst kürzlich versuchte er den Verkauf von Softdrinks in XXL-Bechern zu untersagen. Sein Vorhaben scheiterte jedoch zuletzt vor Gericht. Sein neues Vorhaben zielt nun ebenfalls auf ein Verbot zur Auslage von Zigaretten im Verkauf ab. Damit würden alle Zigaretten nur noch auf Nachfrage verkauft werden und nicht mehr sichtbar in den Supermärkten sein. Sein Vorhaben wurde bereits durch einen entsprechenden Gesetzesvorschlag untermauert und somit von ihm auf den Weg gebracht.

Gerade Michael Bloomberg ist bekannt für seine Maßnahmen, welche auf die Gesundheit der Bürger der Stadt New York abzielt. Dementsprechend hoch scheint sein Bewusstsein für die zerstörerische Wirkung von Zigaretten zu sein. Das er damit recht hat, dürfte unumstritten sein. Insbesondere entsprechende Zahlen zu den Folgen des Tabakkonsums zeigen erst die ganze Tragweite zu den Folgen des Rauchens. Allein in Deutschland sterben so jeden Tag etwa 300 Menschen an den Folgen des Zigarettenkonsums (Wir berichteten: Rauchen – vermeidbare Erkrankungen;31. Mai 2012). Die Stadt New York verzeichnet dagegen etwa 20 Todesfälle täglich, welche auf das Rauchen von Tabak direkt zurück zu führen sind.

Weitere drastische Maßnahmen gegen das Rauchen könnten Folgen

Das Bewusstsein für die gesundheitlichen Folgen des Rauchens hat sich erst in den letzten Jahrzehnten gebildet. Seitdem werden immer mehr Richtlinien, Verordnungen und Gesetze erlassen, welche den Konsum von Tabak zurück drängen sollen. Zunächst wurden hierzu Tabakschachteln mit Hinweisen zu den Gesundheitsrisiken gekennzeichnet. In einigen Ländern wurden die Hinweise mit entsprechenden Fotos von erkrankten Organen oder Menschen zur weiteren Abschreckung versehen.

Die Rauchverbote für zahlreiche Einrichtungen gingen hierbei noch einen deutlichen Schritt weiter und sorgten dafür, dass dem Rauchen die gesellschaftliche Akzeptanz entzogen wurde. Damit müssen Raucher beispielsweise im Restaurant die Lokalität zum Rauchen verlassen. Mit dem verschwinden der Tabakschachteln aus dem Blickfeld in Supermärkten, folgt nun ein weiterer Schritt, welcher ebenfalls auf das Image und damit auch auf die gesellschaftlichen Akzeptanz seine Wirkung entfalten dürfte. Nicht nur das dass Rauchen nicht mehr als Cool oder lässig wahrgewonnen wird, jetzt wird Rauchen zunehmend immer mehr als Droge oder auch Suchtmittel in der Öffentlichkeit erkannt. Damit könnte es gerade für junge Menschen seinen Reiz einbüßen und genau auf diese Gruppe zielen die meisten Maßnahmen auch ab. Junge Mensche sollen so erst gar nicht zum Rauchen verleitet werden, weil es nicht als Cool oder Erwachsen gilt, sondern zunehmend als Krankheit bzw. als Sucht gebrandmarkt wird.

Die ambitionierten Maßnahmen könnten lediglich der Beginn einer Reihe von starken Maßnahmen gegen den Konsum von Tabak darstellen. Denn wer sich den Nutzen und die Folgen von Zigarettenkonsum unvorhereingenommen ansieht, dürfte zum Ergebnis kommen, dass es keine Berechtigung zur Freigabe von Zigaretten gibt. Neben der höchsten Zahl der vermeidbaren Todesfälle, birgt Nikotin und der Konsum von Zigaretten ein äußerst hohes Suchtpotential.

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