Zahl der PKV-Versicherten gesunken

AuswertungAnstieg von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen für sinkende PKV-Mitglieder verantwortlich? – Vor wenigen Tagen hat der PKV-Verband in Berlin die aktuellen Geschäftszahlen für das Jahr 2012 vorgelegt. Das Ergebnis war überraschend, denn offenbar hat sich die Zahl der Versicherten in der Krankenvollversicherung im letzten Jahr verringert. Insgesamt 8,9 Millionen Versicherte waren 2012 bei einer privaten Krankenvollversicherung unter Vertrag.

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Unisex lässt PKV-Wechsler zögern

Folgt man der Erklärung des Verbands, dann sollte die gute Lage am Arbeitsmarkt dafür verantwortlich sein, denn sie führte zu einem Anstieg der Beschäftigten in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis. Auch viele Kleinunternehmer hätten in ein Arbeitnehmerverhältnis gewechselt und unterliegen somit der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht. Diese Argumentation kann zusätzlich ein Hinweis darauf sein, dass gerade jene Personen die private Krankenversicherung nun verlassen, welche dort aufgrund der Einkommenssituation potentiell mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Denn gerade viele Kleinunternehmer entscheiden sich häufig nur aus Kostenspargründen für die PKV. In jungen Jahren geht zwar diese Rechnung auf, jedoch kann sich dies im Zeitverlauf spürbar ändern. Ein weiterer Grund für den Mitgliederrückgang dürfte in den Unisex-Tarife zu finden sein. Denn diese hätten potenzielle Wechselkandidaten von einem Wechsel in die PKV eher zurück gehalten.

Ganz anders sah das Bild dagegen in der privaten Krankenzusatzversicherung aus, denn dort war ein Anstieg um 16,3 Prozent zu verzeichnen. Gerade die Diskussion um die Pflegeversicherung hat offenbar deutlich gemacht, wie wichtig private Zusatzvorsorge im Bereich Krankheit und Pflege ist. Insgesamt ergibt sich damit für die private Krankenversicherung wiederum ein durchaus stimmiges Gesamtbild.

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