Wirbel um Unisex-Tarife in PKV

Schon im ersten Quartal 2011 machte ein Gerichtsurteil des Europäischen Gerichtshofs auf sich aufmerksam: Ab Januar 2013 müssen alle Krankenversicherer gleiche Tarife für männliche und weibliche Versicherte anbieten.

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Damit dürften die Prämien für Männer deutlich teurer werden, während weibliche Versicherte wohl von etwas günstigeren Preisen profitieren werden.

Unisex-Tarife Neukunden
Pünktlich zum Jahreswechsel 2011/2012 gerät die Branche aber noch einmal in Aufruhr, und plötzlich ist völlig unklar, ob diese Änderungen nur für Neukunden oder auch für Bestandskunden gelten. Hier hat die Gesetzgebung zwischenzeitlich für Entwarnung gesorgt: Die Unisex-Tarife kommen nur für Neuverträge zur Anwendung, die ab Januar 2013 abgeschlossen werden. Alle Verträge, die bis dahin geschlossen werden, sind davon nicht betroffen.

Trotzdem ist bis heute völlig unklar, inwieweit Versicherte von den neuen Unisex-Tarifen berührt sein werden. Nach herrschender Meinung werden die Prämien für männliche Versicherte deutlich teurer werden, sind sie doch traditionell viel günstiger versichert als weibliche Versicherte. Das liegt vor allem daran, dass Frauen in größerem Umfang eine ärztliche Betreuung und Behandlung in Anspruch nehmen als dies bei Männern der Fall ist. Mit welchen konkreten Tariferhöhungen aber zu rechnen ist, bleibt abzuwarten. Hier konnten sich die Gesellschaften bisher noch nicht auf eine gemeinsame Linie einigen.

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