Wiesbadener DGIM-Kongress macht Hausärzte zu Lotsen

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Im Fokus des Kongresses stand dieses Mal unter anderem das brisante Thema, auf welche Weise Patienten für die Forschung gewonnen werden können.

Vom 26. April 2014 bis zum 29. April 2014 tagte in Wiesbaden wieder der DGIM-Kongress. Die Jahrestagung der “Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin” wurde schon vor 120 Jahren ins Leben gerufen und erfreut sich bei Internisten und Allgemeinmedizinern höchster Aufmerksamkeit, mit rund 8.500 teilnehmenden Ärzten und Wissenschaftlern ist es auch eine der größten Medizintagungen in Mitteleuropa. Im Fokus steht dieses Mal unter anderem das brisante Thema, auf welche Weise Patienten für die Forschung gewonnen werden können. Das ist ein heikles, aber lösbares Problem, meinen die Fachleute: Die Hausärzte könnten hierbei als Lotsen diesen.

Gezielte Patientenwahl für individuelle Forschung

Kein Zweifel herrscht darüber, dass medizinischer Fortschritt unumgänglich und nützlich, jedoch auch teuer erkauft ist. Eine dramatisch erhöhte Effizienz versprechen sich die Internisten von der Auswahl “passender” Patienten für neue Therapien und Medikamente über deren Hausärzte. Was für Laien zunächst einen Anflug von Zynismus trägt, birgt in Wahrheit das Potenzial einer echten Win-win-Situation, denn die Patienten haben ebenso viel davor wie die Forschung, vielleicht sogar noch mehr. Bei der Erprobung neuer Medikamente (ausdrücklich nur bereits zugelassener Mittel) hemmen Streueffekte die Datenanalyse, Patienten wiederum erhalten oft nicht das passende Medikament. Hausärzte könnten hier den wichtigsten Info-Transmitter darstellen, so der Tenor auf dem DGIM-Kongress: Sie kennen die Symptome, Indikationen und bisherigen Behandlungsschritte eines Patienten am genauesten und sollten diesen für neue Methoden, Therapien und Medikamente vorschlagen, wenn er selbst einverstanden ist.

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