Warum macht Urlaub oft krank?

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Foto: ©iStock.com/STEEX
Besonders Menschen, die im Beruf ein hohes Pensum haben und fast immer am oberen Level laufen, sind häufig davon betroffen.

Wer kennt das nicht? Man freut sich das ganze Jahr auf den wohlverdienten Urlaub, die entspannenden Ferien und dann liegt man die Hälfte der Tage krank im Bett.

Und das, obwohl man doch das ganze letzte Jahr ohne einen einzigen Krankheitstag durchgearbeitet hat.

Doch wie kommt es dazu?

Besonders Menschen, die im Beruf ein hohes Pensum haben und fast immer am oberen Level laufen, sind häufig davon betroffen. Jetzt haben Wissenschaftler der Tilburg University in den Niederlanden dieses Phänomen in einer Studie genauer untersucht. Dabei sind sie zu dem Ergebnis gekommen, dass der Körper vieler Menschen sich im Laufe der Arbeitszeit an die permanente Anspannung gewöhnt und somit auch den dauerhaft erhöhten, Adrenalinspiegel in Kauf nimmt. Um das zu bewältigen, muss das Immunsystem ständig auf Hochtouren laufen.

Für diese Gruppe von Menschen ist dann also genau das Gegenteil, nämlich Leerlauf und Entspannung, ein beinah unerträglicher Stress. Während eines mehrwöchigen Urlaubs kann es bei ihnen dadurch zu Veränderungen des Immunsystems kommen. Es entwickelt sich eine gewisse Anfälligkeit für bakterielle und virale Infekte, Entzündungen und Autoimmunerkrankungen.

Während wir arbeiten gelingt es unserem Körper viel besser diese Anfälligkeit zu unterdrücken. Wenn im Urlaub dann der Stress weg fällt, melden sich Körper und Psyche.

Dann kann es in den ersten Urlaubstagen sogar soweit kommen, dass vermehrt Herzinfarkt, aber auch andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen auftreten.

Fazit:
Forscher am Universitätsklinikum in Essen raten dazu, während der letzten Arbeitstage nicht unbedingt noch Vollgas zu geben und womöglich noch vorzuarbeiten. Außerdem sollte man zu Beginn des Urlaubs einen gewissen Rhythmus beibehalten und nicht alle Aktivitäten gleich konsequent herunterfahren. Dann bekommt der Körper die Chance sich an den Leerlauf zu gewöhnen.

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Quelle: https://blog.derbund.ch/

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