VVG: Längere Fristen für Kündigungen der privaten Krankenversicherung

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Änderung für die Kündigung der privaten Krankenversicherung. Seit 01. Januar 2014 sieht der Paragraph 205 des Versicherungsvertragsgesetzes vor, dass die von einer Beitragserhöhung betroffene versicherte Person innerhalb von zwei Monaten nach dem Zugang der Änderungsmitteilung ihren Vertrag kündigen kann.

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Von vielen Versicherten fast unbemerkt gab es im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) zum Jahreswechsel eine Neuerung zur Kündigungsfrist für die private Krankenversicherung nach einer Beitragserhöhung. So sieht der Paragraph 205 des Versicherungsvertragsgesetzes seit 01. Januar 2014 vor, dass die von einer Beitragsanpassung betroffene versicherte Person innerhalb von zwei Monaten nach dem Zugang der Änderungsmitteilung ihren Vertrag kündigen kann. In diesem Zusammenhang hat sich auch die Frist für den Nachweis der Folgeversicherung verlängert. Das Versicherungsvertragsgesetz schreibt jetzt vor, dass eine Kündigung nur wirksam ist, wenn der Versicherungsnehmer innerhalb einer Frist von zwei Monaten nach dem Eingang der Kündigungserklärung belegt, ohne Unterbrechung einen Vertrag bei einem neuen Versicherer abgeschlossen zu haben.

Für Versicherte bedeutet diese Verlängerung beider Fristen zum Jahreswechsel, im Fall einer Beitragserhöhung noch einmal einen genauen Blick auf den Zugang der Änderungsmitteilung zu werfen. Ist nämlich der Wechsel des Versicherers aufgrund höherer Beiträge geplant, kann der bestehende Vertrag auch jetzt noch gekündigt werden, sofern die Frist von zwei Monaten nicht abgelaufen ist. Das wäre der Fall, wenn die Mitteilung einer Beitragserhöhung ab Ende November eingegangen wäre. Wer sich also mit dem Gedanken an einen Wechsel des Versicherers getragen hat, sollte noch einmal prüfen, wann die Beitragserhöhung mitgeteilt wurde. Unter Umständen besteht durchaus die Möglichkeit, von der verlängerten zweimonatigen Frist Gebrauch zu machen und den bestehenden Versicherungsschutz zu kündigen.

Ungeachtet der Fristverlängerung gilt natürlich bei einem Wechsel nach einer Beitragserhöhung die gleiche Maßgabe wie bei jedem PKV-Wechsel: Ein unabhängiger Versicherungsvergleich ist dringend zu empfehlen, bevor man einen neuen Vertrag unterschreibt. Nur so findet man den Tarif, der den passenden Versicherungsschutz zu vertretbaren Preisen garantiert.

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