Vulkanausbruch auf Island: Keine giftige Asche

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Insbesondere vor den potentiellen Gesundheitsrisiken durch Einatmen von Vulkanasche machen sich viele Menschen nun erneut sorgen.

Der aktuelle Vulkanausbruch auf Island hat Erinnerungen an den Vulkanausbruch von 2010 geweckt. Damals wurde aufgrund des Ausbruches und der Aschewolken für etwa einen Monat der Flugverkehr in Europa stark beschränkt. Beim aktuellen Vulkanausbruch vom Vulkan Bardarbunga wurde laut isländischen Behörden bisher jedoch noch keine Asche ausgestoßen. Dies ist auch der Grund weshalb derzeitig die Warnstufe abgesenkt wurde und Überflüge noch erlaubt sind. Der nun aktive Vulkan hat jedoch das Potential bei einem Ausbruch große Aschewolken auszustoßen. Insbesondere vor den potentiellen Gesundheitsrisiken durch Einatmen von Vulkanasche machen sich viele Menschen nun erneut sorgen. Eine Sensibilisierung hierfür wurde bereits vor einigen Jahren durch die öffentliche Diskussion zu Luftverschmutzung und Feinstaub herbeigeführt. Doch sind wir in Deutschland im Falle einer großen Aschewolke gesundheitlich gefährdet?

Gesundheitsgefahr nur bei hoher Konzentration

Grundsätzlich wird angenommen, dass eine Gesundheitsgefahr durch Vulkanasche höchstens bei einer großen Konzentration entstehen kann. Eine solch hohe Konzentration wird jedoch bei einem Ausbruch eher nicht erwartet. Auch ist der Vulkanstaub nicht radioaktiv oder giftig. Vulkanasche besteht in erster Linie aus kleinen Glaspartikeln, die durch Zerteilung von Magma entstehen. Werden diese in nicht großen Volumina eingeatmet, so soll eine Gefahr für die Gesundheit kaum bestehen. Dies gilt auch für Tiere und Pflanzen. Wobei gerade die Pflanzenwelt von der Vulkanasche noch profitieren kann, da eine erhöhte Fruchtbarkeit hierbei angenommen wird.

Der Vulkan Bardarbunga ist mit 2010 Metern der zweithöchste Berg Islands. Dennoch ist der Vulkan weniger bekannt, da er einerseits weit entfernt von isländischen Ballungsgebieten liegt und andererseits seine Eruptionen aufgrund seiner Position unterhalb eines großen Gletschers weniger stark wahrgenommen werden.

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