Virtual Reality Spiele bald als Schmerzmittel einsetzbar?

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Foto: ©iStock.com/Rich Legg
Bei den Untersuchungen zeigte sich, dass bereits zwanzig Minuten Spielen ausreichten um das Empfinden von Schmerzen zu senken.

Eine Studie, die in den USA durchgeführt wurde deutet darauf hin, dass man mit harmlosen Virtual Reality Spielen Schmerzen deutlich abmildern kann. Bei ganz bestimmten Symptomen könnte demnach diese spielerische Methode ebenso wirksam wie ein Medikament eingesetzt werden. Bei den Untersuchungen zeigte sich jedenfalls, dass bereits zwanzig Minuten Spielen ausreichten um das Empfinden von Schmerzen bis zu 25 Prozent zu senken.

Virtual Reality Spiele fungieren sozusagen als Ablenkung vom Schmerz. Betroffene lernen dadurch mit ihren Schmerzen besser umzugehen.

An der University of Washington wurde bereits im Jahr 2006 ein VR-Spiel entwickelt und eingesetzt. Man konnte damals bereits Patienten mit schweren Verbrennungen helfen ihre Schmerzen besser zu ertragen. Das nötige Zubehör für diese VR-Therapie war bisher jedoch sehr teuer und wurde aus diesem Grund nur in wenigen Krankenhäusern benutzt.

Nun sind aber neue und sehr viel günstigere Consumer Editions der VR-Technologien zu haben und könnten daher bald in vielen Krankenhäusern zum Einsatz kommen. Man denkt mittlerweile sogar daran Virtual Reality Spiele auch zu Hause zur Verfügung zu stellen.

Wie das Prinzip der Schmerzlinderung funktioniert hat jetzt eine weitere Studie am Cedars Sinai Medical Center in Los Angeles aufgezeigt. Sie beobachtete 60 Patienten, mit den unterschiedlichsten Schmerzen, die als Therapie Virtual Reality Spiele nutzten. Bei den Spielen handelt es sich ausnahmslos um harmlose, unbedenkliche Spiele, die auf spielerische Art und Weise für Ablenkung sorgen und so die Schmerzen erträglicher machen können.

Fazit:
Die Wissenschaftler sind von den Ergebnissen der Untersuchungen sehr beeindruckt. Die Schmerzempfindlichkeit der Patienten sank bereits nach zwanzig Minuten Eintauchen in die Virtual-Reality Welt um 24 Prozent. Vor dem Spiel lag der Schmerz-Pegel der Betroffenen durchschnittlich bei 5,5. Nach dem Spielen sank er auf einen Wert von 4,0. Diese Minderung der Schmerzen ist enorm und normalerweise nur durch den Einsatz von Betäubungsmitteln zu erreichen.

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Quelle: www.wired.de

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