Versichertenbund fordert neue PKV Beitragsberechnung

Der Bund der Versicherten fordert eine neue PKV Beitragsberechnung – Der Vorschlag mag begründet sein, doch er dürfte auf ein sehr geteiltes Echo stoßen: Pünktlich zum Jahreswechsel forderte der Bund der Versicherten eine Änderung in der PKV-Beitragsberechnung.

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Die Problematik ist bekannt, kämpft doch das gesamte Krankenversicherungssystem mit der Medizinischen Inflation und dem demografischen Wandel in Deutschland. Beide sorgen dafür, dass die PKV-Beiträge auf Dauer steigen werden. Selbst wer sich in jungen Jahren über niedrige Beiträge freut, wird im Alter dadurch mit zunehmenden Prämien konfrontiert sein. Dafür sorgen vor allem die ständig steigenden Kosten für effizientere Behandlungsmethoden, auch Medizinische Inflation genannt.

Forderung des Versichertenbund

Nach Ansicht des Bundes der Versicherten müssten beide Effekte zukünftig in die Berechnung der PKV-Beiträge eingehen. Dies ist heute noch nicht der Fall, da die Prämien bisher aufgrund des Alters, des Geschlechts, des Gesundheitszustands und der gewünschten Tarifleistung berechnet werden. Würden die Medizinische Inflation und der demografische Wandel hier stärker berücksichtigt, dürften schon die Einstiegsbeiträge deutlich höher werden. Das wiederum dürfte bei den Versicherten für wenig Freude sorgen.

Zum Ende des vergangenen Jahres waren die Beitragsentwicklungen in der privaten Krankenversicherung vermehrt Gegenstand der medialen Aufbereitung. So wurden insbesondere geplante Beitragserhöhungen von bis zu 40 Prozent diskutiert. Allerdings gab es neben einer Reihe von Beitragserhöhungen auch zahlreiche Versicherer deren Tarife nicht betroffen waren. Dennoch erfährt das Thema der Beitragsstabilität eine gewachsene Relevanz. So dürfte gerade dieser Bereich bald als Kriterium noch vor den dargebotenen Leistungen liegen.

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