Versicherer für die private Krankenversicherung kämpfen um Rechnungszins

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Die Ursache für die Probleme der Versicherer in der privaten Krankenversicherung liegt in der anhaltenden Niedrigzinsphase auf dem Markt.

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Allein im Jahr 2014 konnten 17 private Krankenversicherer den von ihnen angesetzten Rechnungszins nicht mehr nach dem offiziellen Verfahren zum Aktuariellen Unternehmenszins (AUZ) belegen. Noch im Jahr 2013 waren nur 11 Versicherer davon betroffen. Die Zahlen zeigen, dass es in der jüngeren Vergangenheit zwar nur moderate Beitragsanhebungen für die private Krankenversicherung gab, dass aber die aktuelle Zinssituation an den Märkten mehr und mehr Auswirkungen auf die privaten Krankenversicherer zeigt. Das musste auch der Verband der privaten Krankenversicherer (PKV) zugeben.

Die Ursache für die Probleme der Versicherer liegt in der anhaltenden Niedrigzinsphase auf dem Markt. Die Gesellschaften, die in den Jahren 2013 und 2014 den angesetzten Rechnungszins nicht bestätigen konnten, zählen nach Angaben des Bundesfinanzministeriums rund 5,1 Millionen Versicherte in der Krankenvollversicherung. Da derzeit knapp neun Millionen Versicherte in der PKV versichert sind, wird klar, wie viele Betroffene es von dieser Problematik schon heute gibt.

Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen sich aus dieser Entwicklung für die Versicherten ergeben. Das Finanzministerium konnte nachweisen, dass der durchschnittliche Monatsbeitrag in der PKV im Jahr 2014 um 0,4 Prozent auf nur noch 236 Euro gesunken ist. Im Jahr 2013 hatte man einen ebenfalls überschaubaren Anstieg um 0,4 Prozent auf 237 Euro belegt. Die Beitragsanpassungen aus den Jahren 2010 und 2011 lagen bei 5,7 Prozent und bei 3,6 Prozent und waren damit erheblich höher. Es könnte sein, dass gerade die überschaubare Entwicklung der PKV-Beiträge aus den letzten Jahren die Ursache dafür war, dass der Rechnungszins nun zum Teil nicht mehr gehalten werden konnte. Die Untersuchung zeigte aber auch, dass noch sieben Versicherer den Rechnungszins von 3,5 Prozent halten, und unter die kritische Marke von 2,5 Prozent ist derzeit kein Versicherer gesunken. Insgesamt geht der PKV-Verband derzeit davon aus, dass die Beitragserhöhungen auch bei den Gesellschaften mit einem geringen Rechnungszins wohl weiter moderat bleiben werden.

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1 Kommentar

  1. Soll das die Grundlage einer funktionierenden privaten Krankenversicherung sein- ein Schneeballsystem???
    Die Perversion des Individualismus (Oligarchie) / Kategorie des Seienden + Kapitalismus + Gier, Lüge, Indoktrination ,Betrug, Spekulation, Schulden, Zinsbetrug und hunderte Billionen ungedeckter Verrechnungseinheiten aus dem Nichts geschöpft und vagabundierend im Wirtschaftskreislauf, eingesetzt zur endgültigen Enteignung, Entrechtung, Unterdrückung und Versklavung der Menschheit) = Singularität des ökonomischen Sein / Kategorie des Nichtseienden.

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