Verletzungsgefahr der Fußballer bei der WM

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Einschätzung zu Verletzungsrisiken von Fußballern bei der Weltmeisterschaft in Brasilien

Die Fußball-WM ist ein frohes Ereignis, sie ist aber auch aus Sicht der Sportmediziner ein Ereignis mit höchster Gefahrenlage. Für die Sportler geht es um alles oder nichts, der Körper wird unter keinen Umständen geschont. Hinzu kommt die brasilianische Hitze, die der renommierte Münchner Sportmediziner, Orthopäde und Unfallchirurg Dr. Florian Döbereiner (derzeit Mannschaftsarzt beim TSV Schwabmünchen) für besonders prekär hält. In einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen gab er in dieser Woche seine Einschätzung der WM-Verletzungsrisiken ab.

Muskel- und Gelenkverletzungen dominieren

Am meisten gefährdet sind laut Dr. Döbereiner die Oberschenkelmuskeln, gefolgt vom Meniskus und den Innenbändern im Knie. Die dritthäufigste Verletzungsart von Profifußballern betrifft die Außenbänder des Sprunggelenkes. Dabei verletzen sich die hochklassigen Profis, die zur WM auflaufen, vergleichsweise seltener als Fußballer in unteren Ligen: Sie trainieren so gut, dass ihre Muskeln durch ihre Kraft und Flexibilität die Bänder und Gelenke recht gut abfedern. Allerdings fallen Verletzungen, wenn sie erst einmal geschehen, um so heftiger aus. Am schwierigsten sind Kreuzbandverletzungen zu behandeln, sie können das Karriere-Aus bedeuten. Sie entstehen in einer bestimmten Situation: Der stehende Spieler dreht den Oberkörper und bekommt durch ein Foul einen Schlag auf sein Knie. Besonders gefährdet sind die WM-Fußballer durch die Hitze in Brasilien und den damit einhergehenden Flüssigkeits- und Elektrolytverlust, der Krämpfe vorprogrammiert. Bei Spielverlängerungen sollten die Profis daher besonders auf ihren Körper achten, so Dr. Döbereiner. Die bunten Tapes übrigens, welche die Fußballer tragen, sollen als atmungsaktive und hochelastische Pflaster mit bestimmten Wirkstoffen den Stoffwechsel der Muskeln unterstützen und nötigenfalls auch Schmerzen lindern. Ihre Farben sind allerdings eher symbolischer Natur, die Tapes beinhalten alle dieselben Wirkstoffe.

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1 Antwort

  1. Jeder der schon mal längere Zeit Fußball gespielt hat, weiß auch, dass das einer der verletzungsanfälligsten Sportarten überhaupt ist. Besonders gut kann man das nachempfinden wenn man mal längere Zeit nicht mehr spielt und dann einfach mal nach Monaten oder Jahren ein Spiel absolviert. Die nächsten Tage spürt man an zahlreichen Stellen Schmerzen. Dennoch Spaß machts allemal.

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