Vegane Ernährung – Wem tut sie wirklich gut?

canape-bunt
Foto: ©iStock.com/Tadej Zupančič
Ernährungswissenschaftler weisen bisweilen darauf hin, dass Vegetarier und Veganer seltener übergewichtig sind. Eine aktuelle Studie zeigt jedoch, dass viele Veganer auch ansonsten einen gesunden Lebensstil pflegen.

Günstige Zusatzversicherungen – Jetzt Vergleich anfordern >>

Viele Prominente, wie Bill Clinton oder Schauspielerin Alicia Silverstone, sind von den Vorteilen der veganen Ernährung absolut überzeugt. Bei dieser Form der Ernährung verzichtet man auf Lebensmittel die einen tierischen Ursprung haben. Es sind allerdings nicht nur die ethischen Aspekte, die manch einen Zeitgenossen zu dieser Kost bewegen. Erkrankungen wie Diabetes, Krebs, Rheuma, Bluthochdruck und Alzheimer werden angeblich durch eine vegane Ernährung gelindert und man kann diesen Geißeln der Menschheit damit anscheinend sogar vorbeugen.

Vegane Ernährung verbietet bestimmte Lebensmittel. Das sind Butter, Milch, Sahne und Joghurt, aber auch Eier, Käse und natürlich Fleisch, Wurst, Fisch und sogar Honig. Vorsicht ist bei Pasta geboten, die mit Ei hergestellt wird, aber auch Brot und Backwaren, die mit Milch oder Eiern produziert werden, dürfen nicht auf den Tisch kommen.

Die vermutete Unterversorgung mit Vitamin B12 ist der einzige Kritikpunkt bei dieser Art sich zu ernähren. Das lässt sich aber durch Nahrungsergänzungsmittel ausgleichen. Einem Eisenmangel kann man beispielsweise durch den Verzehr von Nüssen vorbeugen.

Fazit
Ernährungswissenschaftler weisen bisweilen darauf hin, dass Vegetarier und Veganer seltener übergewichtig sind. Zudem sollen sie länger leben. Allerdings zeigt eine aktuelle Studie auch, dass die etwa sechs Millionen Deutsche, die vegetarisch oder vegan leben, wenig bis gar keinen Alkohol trinken. Außerdem rauchen die Meisten von ihnen nicht und viele von ihnen treiben regelmäßig Sport.

Trotz allem, vegane Ernährung könnte zumindest zum Klimaschutz beitragen und somit auch zur ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeit. Der Tierhaltung schreibt man über 50 Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen zu. Ein Veganer spart also, im Vergleich zum Fleischesser oder Vegetarier, am meisten CO2-Äquivalente ein.

Mehr zum Thema

Teilen
Facebooktwittergoogle_pluslinkedinmail

ebenfalls interessant ....

5 Kommentare

  1. Dieser Artikel ist flach und oberflächlich. Nüsse als Eisenquelle? Das wäre so ziemlich die letzte Gruppe, in der ich nachschauen würde. Grünblättriges Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchte sind eisenhaltiger. Bei Gemüse und Obst kommt hinzu, dass das erforderliche Vitamin C für eine verbesserte Aufnahme schon vorhanden ist.

    Die vegane Ernährung kann heutzutage nur noch als wirklich gesund und sogar heilsam im Krankheitsfall bezeichnet werden, wenn sie auf die neuen Fertigprodukte weitgehend verzichtet. Ansonsten sitzen die Menschen wieder in derselben Falle von versteckten Fetten, Zucker und Salz, die sich negativ auswirken. Der einzig positive Faktor, der dann noch bleibt, ist das Fehlen von tierischem Eiweiß. In Anbetracht der Tatsache, dass sich allein das schon positiv auswirkt, insbesondere im Hinblick auf Diabetes und Krebs, sollte jeder ermutigt werden, doch mal einen 3-monatigen Selbstversuch zu machen.

    Wenn Sie kompetente Ansprechpartner suchen, wenden Sie sich gern an den Bund für Vegane Lebensweise (vegane-lebensweise.org)

  2. Zum Artikel selbst noch eine Anmerkung:

    Zunächst Danke, dass Sie sich unerwartet positiv zum Thema geäußert haben. Sie zählen viele wichtige und richtige Punkte auf.

    Allerdings ist es nicht so, dass eine vegane Ernährung etwas “verbietet”. Die meisten Menschen entscheiden sich aus freien Stücken (Tierrechte, Menschenrechte, Umweltschutz, Welthunger, Nachhaltigkeit) für eine vegane Ernährung. Das Thema Gesundheit spielt dabei zwar keine geringe Rolle, ist aber bei vielen eher zweitrangig, wenn sie nicht gerade eine akute Vorerkrankung haben (und gerade dann erleben viele nach einer Ernährungsumstellung sehr positive Heilergebnisse).

    Vitamin B12 lässt sich sehr einfach supplementieren, hierfür gibt es verschiedene Präparate (z. B. Kautabletten, die man 2 – 3 x pro Woche zu sich nehmen kann, Kostenpunkt bei mindestens 3 Monaten: 10 Euro).

    Eine vegane Ernährung ist in der Regel abwechslungsreicher, experimentierfreudiger, es wird meist ohnehin mehr auf frische Lebensmittel als auf Fertigprodukte zurückgegriffen. Man lernt wieder, mehr auf den Körper zu hören, vor allem, wenn dann noch weniger bis gar kein Zucker, keine Weizenprodukte oder weniger Salz verwendet werden.

    Eisenhaltige vegane Lebensmittel sollten in Kombination mit Vitamin C (also Obst oder Gemüse) eingenommen werden, weil dies die Nahrungsaufnahme verbessert. Auch das ist völlig unkompliziert möglich.

    Ich verstehe, ehrlich gesagt, Ihren letzten Absatz nicht, weil er sich für mich etwas Widersprüchlich liest. Wenn ich ihn hier noch einmal zitieren dürfte; Sie schreiben:

    “Fazit

    Ernährungswissenschaftler weisen bisweilen darauf hin, dass Vegetarier und Veganer seltener übergewichtig sind. Zudem sollen sie länger leben. Allerdings zeigt eine aktuelle Studie auch, dass die etwa sechs Millionen Deutsche, die vegetarisch oder vegan leben, wenig bis gar keinen Alkohol trinken. Außerdem rauchen die Meisten von ihnen nicht und viele von ihnen treiben regelmäßig Sport.

    Trotz allem, vegane Ernährung könnte zumindest zum Klimaschutz beitragen und somit auch zur ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeit. Der Tierhaltung schreibt man über 50 Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen zu. Ein Veganer spart also, im Vergleich zum Fleischesser oder Vegetarier, am meisten CO2-Äquivalente ein.”

    Wie ist dieses “Trotz allem” zu verstehen? Sie zählen positive Aspekte des Veganismus auf, erwähnen zudem, dass Veganer in der Regel weniger rauchen und Alkohol konsumieren – und schreiben dann “Trotz allem”. Das liest sich ein bisschen unlogisch für mich ;-)

    Auf was bezieht sich dieses “Trotz allem” denn nun?

    Jedenfalls Danke für diesen Artikel.

  3. Natürlich geht “vegane Ernährung nicht einfach so”. Ist wie mit jeder anderen Ernährung auch – man kann sich mit JEDEM Ernährungsstil fehlernähren. Aber veraltetes Halbwissen sollte dann doch irgendwann einmal nicht ständig wiederholt werden. Wird es aber, in der
    Regel dann, wenn jemand sich noch nie ernsthaft mit dem Thema befasst hat.

    Die Frage, welche “wertvollen” Nährstoffe tierische Produkte beinhalten, die man nicht
    auch – in wertvollerer Form – über Pflanzen erhalten könnte, konnte mir bislang noch
    nie jemand zufriedenstellend beantworten.

    Mich würden vor allem die “guten Gründe” interessieren, aus denen es angeblich noch
    nie in der Geschichte der Menschheit eine vegane Ernährung gegeben hat. Mir fallen
    vor allem Gründe dafür ein:

    https://vebu.de/attachments/folgen_des_fleischkonsums.pdf
    http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/umweltbundesamt-zum-zusammenhang-von-fleischkonsum-und-welthunger
    http://www.vegangesund.info

    Vielleicht wäre es Kritikern auch schon eine Hilfe, wenn sie sich ein kostenloses Probe-
    Exemplar des Magazins VEGAN.at (bei der Veganen Gesellschaft Österreich) schicken lassen würden. Darin sind nämlich gerade in der aktuellen Ausgabe als Themenschwerpunkt einige medizinische Artikel zu finden.

    Nicht verkehrt ist es evtl. auch, sich das Buch “China Study” anzuhören (ist kostenlos hier möglich): https://play.spotify.com/album/7suDEfmOHqQmkUWGpCc4wK?play=true&utm_source=open.spotify.com&utm_medium=open

    Fakt ist, dass durch eine vegane Ernährung eine Vielzahl von Krankheiten gelindert bzw.
    zum Teil sogar geheilt werden können.

    Dass bereits jetzt schon Lebensmittel für 12 Mrd. Menschen produziert werden, ist fatal, aber umso mehr ein Grund, weg von der Tierproduktion zu kommen, weil die Auswirkungen – global betrachtet – einfach mit NICHTS zu rechtfertigen sind. Rein theoretisch könnten mit
    einer veganen bzw. sogar mit einer rohköstlichen Lebensweise weit mehr als 12 Mrd. Menschen ernährt werden. Was aber auf keinen Fall erstrebenswert sein sollte, weil das Thema “Überbevölkerung” ja hinzukommt.

    In Bezug auf Tierproduktekonsum also vegane Ernährung zu verurteilen / abzulehnen und DANN im gleichen Atemzug von Ökologie zu sprechen … wirkt auf mich etwas bizarr.

    “Die Academy of Nutrition and Dietetics ist der Ansicht, dass eine
    vegetarische – einschließlich vegane – Ernährungsform gesundheitliche
    Vorteile in der Prävention und Behandlung bestimmter Erkrankungen
    wie Arteriosklerose, Diabetes Mellitus II, Bluthochdruck und Adipositas
    bietet. Gut geplante vegetarische Ernährungsformen, die angereicherte
    Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel enthalten können,
    entsprechen den aktuellen Ernährungsempfehlungen und sind für
    alle Lebensphasen geeignet. Hierzu zählen Schwangerschaft,
    Stillzeit und Jugend.”

    (Die ‘Academy of Nutrition and Dietetics’ ist die weltweit größte Fachgesellschaft für Ernährung).

    Es wird Zeit, seinen Horizont zu erweitern …

    .

  4. Dieses Fleisch ist nicht mehr gesund; Antibiotika will doch keiner essen oder?
    Und übrigens unsere vorfahren waren Veganer vielleicht sollte man sich die Geschichte mal ansehen.
    Erst in der Eiszeit fingen die Menschen an Ass zu essen um nicht zu verhungern.
    Also vegan Leben ist die gesündeste Art.

  5. Eine vegane Ernährung geht nicht einfach so, auch nicht mit ein paar Nüssen und B12-Tabletten. Tierische Lebensmittel enthalten eine Vielzahl von Nährstoffen, die nur mit sehr viel Wissen über Ernährung, Lebensmittel und biochemische Prozesse im Körper zusammengestellt werden können. Die wenigsten Verbraucher können das. Wir produzieren heute schon Lebensmittel für 12Mrd. Menschen. Es wäre ökologisch diesen Wahnsinn abzustellen, anstatt eine Ernährungsform zu propagieren, die es so in der Geschichte der Menschheit aus gutem Grund noch nie gegeben hat.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>