US-Studie belegt Stress im Privatleben

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Studie: Der stressgeladenere Teil unseres Lebens findet daheim im trauten Familienkreis statt.

Der Job stresst uns mehr als alles andere, doch zu Hause finden wir endlich Ruhe und Entspannung – so hoffen wir, so lautet auch das gängige und bislang unangetastete Klischee. Dass es sich in Wahrheit oft umgekehrt verhält, geht aus einer neuen Studie von der State University in Pennsylvania hervor, die Anfang Juli 2014 im „Social Sciences & Medicine“ vorgestellt wurde. In Wahrheit, so lautet die bittere Wahrheit aus der Zusammenfassung der Tagesabläufe von 122 Studienteilnehmern, läuft es überwiegend genau umgekehrt. Der weitaus stressgeladenere Teil unseres Lebens findet daheim im trauten Familienkreis statt.

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Privatleben reibt auf

Die Studie untermauert zwar Vermutungen, mit denen Singles schon länger schwanger gehen: Alleinleben kann ungemein entspannend sein, das bestätigen hinter vorgehaltener Hand selbst altgediente Familienväter und -mütter, die sich nach der Scheidung mit Mitte 40 – die Kinder haben das Haus unlängst verlassen – zunächst etwas freudlos als Single einrichten und dann auf einmal ihr neues, viel entspannteres Dasein genießen. Erstaunlicherweise gab es in der Vergangenheit diverse Studien, die das Gegenteil behaupteten. Der Job mache krank, die Familie sei ein Hort des Rückzugs und der Erholung, so glaubten nicht nur Durchschnitts-Familienmenschen, sondern auch die Forscher. Das Forscherteam aus Pennsylvania um die Psychologin Sarah Damaske will aber etwas anderes herausgefunden haben. Dabei wurden die Probanden nicht nur befragt wie in früheren Untersuchungen, sondern es wurde sechsmal täglich ihr Speichel auf das Stresshormon Cortisol untersucht. Diese Werte lügen eher nicht und belegten: Der stressärmere Teil des Tages findet im strukturierten Arbeitsumfeld statt. Das traf auch bei strapaziösen Berufen zu. Einen Unterschied konnten die Forscher zwischen den Geschlechtern ausmachen: Vor allem Frauen sind bei der Arbeit wesentlich glücklicher als daheim.

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1 Antwort

  1. Eine Studie auf Basis von gerade einmal 122 Teilnehmern halte ich für kaum aussagekräftig. Ich selbst kann dem Ergebnis auch nichts abgewinnen. Zumindest ist es bei mir genau umgekehrt. Die Arbeit Stresst ungemein und das Wochenende ist wirklich sehr sehr erholsam. Da tanke ich praktisch wieder Energie auf für die nächste Arbeitswoche. Und das obwohl ich 2 Kinder habe. Die Studie scheint ja gerade Familien mit Kindern die Fähigkeit zum erholsamen Miteinander abzusprechen. Bestimmt kann das Singleleben entspannt sein; ein Blick in den Bekanntenkreis zeigt aber dauerhaftes Paarungsstressverhalten 😉

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