Untere Pflegestufen seltener abgesichert

medizin-frage
PKV-Verband: Demenz nicht im Fokus der Pflegeversicherung

Die Leistungen von Pflegetagegeldpolicen bei diagnostizierter Pflegestufe III stehen bei dem Abschluss einer privaten Pflegeversicherung meist im Vordergrund. Doch eine Einstufung in eine niedrigere Pflegestufe kommt weitaus häufiger vor als die Feststellung der höchsten Pflegestufe. Insbesondere bei Demenz achten viele Versicherte nicht darauf, eine ausreichende Absicherung in den Pflegestufe 0 sicherzustellen. Als Konsequenz fehlt es dann an Kostenerstattungen, wenn dennoch eine Demenz diagnostiziert wird. Dabei können die Kosten einer Behandlung durchaus erheblich sein und sind dann vom Versicherten aus eigener Tasche zu zahlen. Jetzt weist der PKV-Verband auf dieses Manko hin und empfiehlt Versicherten und Beratern, zukünftig verstärkt auf die Absicherung der unteren Pflegestufen zu achten.

Erst Mitte März hatte der PKV-Verband auf seiner Jahreskonferenz in Berlin darauf hingewiesen, dass die private Pflegeversicherung derzeit sehr gefragt ist. Allein im Jahr 2013 wurden 353.400 geförderte Pflege-Bahr-Verträge abgeschlossen, hinzu kamen 174.100 ungeförderte Tarife. Insgesamt haben in Deutschland damit rund 2,7 Millionen Versicherte eine Zusatzpflegeversicherung abgeschlossen. Doch viele der Verträge sind ausschließlich auf die Kostenerstattung bei Pflegestufe III und bei einer stationären Unterbringung ausgerichtet. Rund 55 Prozent der Patienten sind aber schon heute in der Pflegestufe I eingeordnet. Bei Pflegestufe 1 oder bei beginnender Demenz mit der Pflegestufe 0 reichen viele der abgeschlossenen Policen nicht aus, um die Versorgungslücke abzudecken.

Der PKV-Verband weist deshalb darauf hin, wie wichtig eine Absicherung auch für die unteren Pflegestufen ist. Wer sich neu für den Abschluss eines Pflegetagegeldes entscheidet, sollte unbedingt auf die Leistungen in den unteren Pflegestufen achten, um nicht eine Versorgungslücke im Pflegefall aufzureißen, die frühzeitig hätte verhindert werden können. Das Maklerportal Pfefferminzia bemerkt in diesem Zusammenhang dann auch, dass es schon heute Tarife gibt, die sehr gute Leistungen bei Pflegestufe 0 bieten. Ein unabhängiger Tarifvergleich wird zeigen, welcher Versicherer einen vollumfänglichen Schutz für alle Pflegestufen gewährleistet.

Mehr zum Thema

Das könnte Dich auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.