Unisex-Tarife private Krankenversicherung Beiträge

Unisex-Tarife in der PKV: Teurer als angenommen<

Ab Januar 2013 dürfen die privaten Krankenversicherungen nur noch einheitliche Tarife für männliche und weibliche Versicherte anbieten. Wie jetzt allerdings bekannt wurde, dürften die Unisex-Tarife für Versicherte deutlich teurer werden als man dies bisher erwartet hatte. Die neue Regelung soll zum 21. Dezember 2012 Gültigkeit erlangen.

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PKV Unisex- Tarife und die Beiträge

Von Seiten der Politik wurde bereits eine Handhabe für die neuen Tarife geäußert. Demnach plant das Bundesfinanzministerium die bestehenden Policen nicht der neuen Regelung zu unterwerfen. Das würde bedeuten, dass der Beitrag bei Tarifen, welche die Beitragskalkulation auch auf das Geschlecht abstellt, weiterhin bestand hat.

Beitragssteigerungen für Männer in der PKV erwartet
Deutlich teurer dürften die Versicherungskosten zukünftig für junge männliche Neukunden in der privaten Krankenkasse werden. Sie gehörten bisher zu der Personengruppe, die besonders von günstigen Prämien profitiert haben. Mit der Einführung der Unisex-Tarife dürfte sich dies deutlich ändern, denn es wird wohl eher eine Angleichung an das Beitragsgefüge der Frauen geben als umgekehrt. Junge Männer sollen deshalb ab Januar 2013 mit deutlichen Preisanstiegen rechnen. Wer derzeit also über einen PKV Wechsel nachdenkt, sollte dies noch bis Mitte des Jahres tun. Bis dahin bleiben die günstigen Prämien für männliche Versicherte erhalten. Dies gilt sowohl für männliche Interessenten an der PKV, welche von der gesetzlichen in die Private Krankenversicherung wechseln möchten, als auch für Wechsel innerhalb der PKV-Anbieter.

Tipps der Redaktion:

Frauen günstiger in die Private Krankenversicherung durch Unisex-Tarife

Während also die bestehenden Verträge vermutlich nicht angepasst werden, haben junge Frauen nach heutiger Einschätzung zukünftig mit einer etwas günstigeren Prämie für eine Mitgliedschaft in der Krankenvollversicherung zu rechnen. Da die Differenz zwischen den Beiträgen für Männer und Frauen recht deutlich ist, gibt es derzeit anscheinend nur die Variante, den Beitrag für Frauen massiv zu senken oder die Kosten für Männer stark zu erhöhen. Im eigenen wirtschaftlichen Interesse haben sich die Gesellschaften der privaten Krankenkassen offensichtlich für den zweiten Weg entschieden.

Gerade für Frauen dürfte diese Beitragsänderung ein wenig für Gerechtigkeit sorgen. Denn bisher mussten Frauen üblicherweise deutlich höhere Beiträge für die private Krankenversicherung entrichten als Männer. Der Grund dafür ist recht simpel. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Frauen ist spürbar länger. Aufgrund dessen werden auch mehr medizinische Versorgungsleistungen benötigt. Und dies trifft insbesondere auch im hohem Alter zu. Für Frauen dürfte ein Wechsel in die PKV oder auch ein Tarifwechsel innerhalb der Krankenvollversicherung, nach Einführung der Unisex-Tarife sinnvoll sein. Nach heutigen Stand, dürften Frauen dann Beiträge sparen können und geringere Kosten für die eigene Krankenversicherung aufbringen müssen.

Bisherige Beitragskalkulation PKV

Die Tarife der privaten Krankenversicherung sind deshalb so attraktiv, da sie sich auch auf individuelle Merkmale beziehen. So ist das Maß an gewünschten Leistungen eine wichtige Variabel für die Berechnung des Krankenversicherungsbeitrages. Daneben ist auch das Alter ein wesentlicher Berechnungsfaktor. Hierbei gilt, desto jünger desto besser. Und dies ist auch der Grund weshalb junge Männer eine günstige private Krankenversicherung bisher erhielten. Neben diesen Variablen ist auch das Alter und der Gesundheitszustand wichtig für die Höhe der Beiträge. Bis auf das Geschlecht, werden die übrigen Variablen auch zukünftig bei den Unisex-Tarifen für die private Krankenversicherung für die Höhe der Beiträge verantwortlich sein.

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