Unisex-Tarife im ersten Belastungstest

Schwarze ZahlenErste Anzeichen für schlechteres Preis-Leistungsverhältnis der Unisex-Tarife für Krankenversicherungen PKV und Zusatz – Kaum ein Thema hat die private Krankenversicherung im letzten Jahr so beschäftigt wie die Einführung der Unisex-Tarife Ende Dezember. Unzählige Szenarien waren beschrieben worden, überwiegend düstere Prognosen machten die Runde. Bis zuletzt schien völlig unklar, wie sich das Urteil des Europäischen Gerichtshofs auf die Tariflandschaft und auf die Preisgestaltung in der privaten Krankenversicherung zukünftig auswirken würde.

Unisex-Tarife für Versicherte insgesamt teurer?

Nach einigen Wochen gibt es nun einen ersten Überblick über Reaktionen, Preise und wohl auch über die zukünftige Tendenz in der Tariflandschaft der privaten Krankenversicherung. Und tatsächlich hat die Einführung der neuen Tarife für die Versicherten wohl überwiegend negative Auswirkungen. Hatte man sich ursprünglich Gerechtigkeit erhofft durch die neuen Richtlinien der geschlechtsneutralen Tarife, haben viele Versicherte erst einmal teurere Rechnungen erhalten. Neuverträge sind offenbar deutlich teurer geworden. Nur bedingt von Bedeutung ist dabei, ob es sich um männliche oder weibliche Versicherte handelt.

Nach einer aktuellen Untersuchung von Morgen und Morgen haben Männer bei Unisex-Tarifen mit gleicher Leistung nun deutlich mehr zu zahlen, Frauen dagegen haben mindestens keine Einsparung zu verzeichnen. In der Krankenzusatzversicherung sieht es ähnlich aus, die Beitragserhöhungen für männliche Versicherte fallen hier nicht ganz so dramatisch aus.

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