Unisex-Tarife: Der weite Weg zum Ziel

Bei den Versicherungsgesellschaften des Landes wird spätestens zum Halbjahreswechsel das Jahresendgeschäft eingeläutet: Diese Philosophie der Branche ist nicht neu, und sie ist auch nicht weiter dramatisch, denn im zweiten Halbjahr geben die Versicherer ihre Prämien für das Folgejahr bekannt.

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Allen voran die private Krankenversicherung ist in den Monaten November und Dezember ein heißer Kandidat für wechselwillige Versicherte, verspricht man sich doch nach der Bekanntgabe der Beitragserhöhungen zukünftig günstigere Prämien durch einen neuen Versicherer. In diesem Jahr dürfte es wieder einmal besonders interessant in der PKV werden, denn zum 21. Dezember 2012 sind die Versicherer verpflichtet, die neuen Unisex-Tarife einzuführen. Unisex-Tarife basieren darauf, dass die Prämien für männliche und weibliche Versicherte gleich kalkuliert werden. Für Männer dürfte daraus eine Anhebung der Tarife folgen, für Frauen eine Absenkung, denn sie hatten bisher höhere Beiträge bei gleicher Leistung zu zahlen.

Bisher allerdings haben die Versicherer erst wenige neue Unisex-Tarife in ihrer Tariflandschaft eingeführt. So zeigt ein Vergleich der PKV-Beiträge, dass die Mehrzahl der Versicherer bis jetzt kaum Unisex-Tarife am Markt platziert haben. Obwohl es nur noch fünf Monate bis zum Jahresende sind, besteht hier also noch deutlicher Handlungsbedarf bei den Versicherern. Trotzdem dürfte in Kürze Bewegung in den Markt kommen. So werden entsprechende Übergangslösungen der Versicherer erwartet. Ob diese für mehr Transparenz und eine schnelle Einführung der Unisex-Tarife sorgen werden, bleibt allerdings abzuwarten.

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