Überdurchschnittlich viele Erwerbslose in der PKV

Privat Versicherte beziehen ein hohes Einkommen und gehören zum besserverdienenden Teil der Bevölkerung – dieses Vorurteil ist bekannt und wird in der Diskussion um unser Krankenversicherungssystem gerne zitiert. Doch eine aktuelle Studie des Wissenschaftlichen Instituts der privaten Krankenversicherung (WIP) kommt nun zu ganz anderen Ergebnissen: Lediglich 20 Prozent der Versicherten liegen mit ihrem Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze.

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Erklärung zur geringen Erreichung der Versicherungspflichtgrenze
Doch wie verhält sich die Aussage, dass lediglich 20 Prozent der Versicherten mit ihrem Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze liegen, im Verhältnis zu den geltenden Einschränkungen, nach denen eben nicht jeder Zugang zur PKV hat?

Die Studie basiert auf Daten aus dem Jahr 2008, die das Statistische Bundesamt zu Einkommens- und Verbrauchsstichproben veröffentlicht hat. Danach lagen über 80 Prozent der privat Versicherten unterhalb der Versicherungspflichtgrenze. Insgesamt zeigen sich die Versicherten der PKV als sehr heterogene Menge, die sich etwa zu gleichen Teilen auf Pensionäre, Selbständige und Arbeitnehmer aufteilt. Über 30 Prozent aber machen Rentner, Arbeitslose, Studenten und Versicherte ohne eigenes Einkommen aus, so dass letztlich nur rund 50 Prozent der PKV-Versicherten erwerbstätig sind. Das Ergebnis dieser Studie ist dann auch insgesamt interessant – und belegt, dass die Gruppe der PKV-Versicherten äußerst heterogen mit unterschiedlichsten Anforderungen ist.

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