Transition chronisch kranker Kinder

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Studie: Transitionsprobleme chronisch kranker Kinder

Die Transitionsprobleme chronisch kranker Kinder stellt die DGfTM (Deutsche Gesellschaft für Transitionsmedizin) in einer aktuellen Studie vor. Transition ist der Übergang vom Kinder- zum Erwachsenenarzt, der in früheren Jahrzehnten oft gar nicht stattfand – die schwer kranken Kinder starben nach Erreichen oder Vollenden des Teenageralters. Durch die verbesserte Versorgung bei Krankheiten wie schwerer Diabetes, schwerem Asthma oder Mukoviszidose hat sich jedoch die Lebenserwartung so sehr erhöht, dass sich der Übergang zu einem anderen als dem Kinderarzt erforderlich macht – der nicht in jedem Fall gelingt und daher manchmal nicht vollzogen wird. Die jungen Erwachsenen mit Dread Disease Komplexen müssen jedoch nach dem 20. Lebensjahr mit neuen Komplikationen rechnen, über die ihr Kinderarzt oft nicht genug weiß.

40 Prozent der Patienten lehnen Transition ab

Rund 40 Prozent der jungen Patienten lehnen die Transition ab, was angesichts der erhöhten Lebenserwartung prekär sei. Das Sterbealter bei sehr schweren, seltenen Krankheiten stieg seit den 1970er Jahren von durchschnittlich 20 auf 40 Jahre bei der Hälfte aller Patienten. Dabei plädieren die Pädiater selbst für die Transition, weil sie die Grenzen ihrer Behandlungsoptionen kennen. Die DGfTM plädiert nun im Ergebnis ihrer aktuellen Studie für eine zweijährige Übergangszeit, in welcher sich zwei Ärzte – der frühere Pädiater und ein Erwachsenenarzt – gemeinsam um die jungen Patienten kümmern.

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