TK Umfrage zeigt verzweifelte Studenten

Die Techniker Krankenkasse (TK) hat durch eine Forsa-Umfrage unter 1.000 Studenten in NRW erschreckende Umfrageergebnisse zu Tage gebracht. Demnach leiden viele Studenten unter Stress und Verzweiflung. Die Hintergründe dafür sind recht unterschiedlich und zum Teil mit starken Ängsten verbunden.

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Warum Studenten verzweifelt sind
Die Gründe für das erschreckende Umfrageergebnis können gleich mehrere Ursachen haben. Zunächst ein mal sind das die seit langen bekannten Faktoren, welche bisher jede Studentengeneration kannte. Diese sind in erster Linie Prüfungsstress und Zeitdruck. Diesbezüglich äußerten sich viele Studenten negativ über Studienzeitverkürzung und geringeren Freiräumen. Hinzu gesellt sich dann vermutlich auch die Befürchtung zu versagen und den Ansprüchen nicht gerecht werden zu können. Dabei leiden viele Studenten so dann an Überforderung und Zukunftsangst. Und gerade letzteres dürfte für viele Studenten zu erheblichen Druck und Auslöser von Ängsten und Panik sein.

Zukunftsangst der Studenten

Neben den potentiellen Versagen im Prüfungsalltag an der Hochschule, ist gerade die Angst vor der Zukunft anscheinend weitverbreitet. Der eigene Erwartungsdruck ist dabei häufig recht hoch. So sehen sich Studenten selbst immer wieder einer Erwartungshaltung durch die Gesellschaft ausgesetzt, welche zum einem eine Karriere für die kommenden Absolventen erwartet und zugleich die Gründung einer Familie vorsieht. Da viele Absolventen erst mit Ende 20 bis Anfang 30 ihr Studium abschließen und dann bereit sind in das Arbeitsleben einzutreten, sehen Sie sich auch hier unter enormen Zeitdruck gesetzt. Denn die eigene Erwartung gibt häufig ein Zeitfenster zum Erreichen der Karriereziele und der Gründung einer Familie bis etwa zum 40. Lebensjahr vor. Demzufolge müssen beide Ziele binnen 10 Jahre geschafft werden.

Die Zahlen zur Umfrage

Die generierten Zahlen der Umfrage von der Techniker Krankenkasse durch Forsa sehen zunächst recht beängstigend aus:

  • 25 Prozent der Studenten sind Zeitweise stark verzweifelt
  • Etwa 15 Prozent haben Panikattacken
  • 75 Prozent fühlen sich nervös
  • 10 Prozent setzen Psychopharmaka ein

Fraglich ist jedoch, ob es tatsächlich eine Verschärfung der Ängste bei Studenten gibt oder ob das Bild ähnlich wie in den vergangenen Jahrzehnten sich verhält. Denn die Aussichten für kommenden Absolventengenerationen dürften durchaus besser sein als sie noch vor rund 10 Jahren waren. Allein der sogenannte Fachkräftemangel dürfte zumindest aktuell eine entspanntere Arbeitsmarktsituation für kommende Absolventen zulassen.

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