TK: Rückenprobleme weiter auf dem Vormarsch

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TK-Aktion: Die Zahl der krankheitsbedingten Fehltage soll dauerhaft verringert werden

Erkrankungen des Muskel-Skelett-Apparats machen einen großen Teil der Gründe für eine Berufsunfähigkeit aus. Rückenprobleme sind in vielen Fällen die Ursache dafür, dass Berufstätige ihrer ausgeübten Tätigkeit nicht bis ins Rentenalter nachgehen können. Jetzt versucht die Techniker Krankenkasse (TK) mit einer neuen Informationsaktion, auf diesen Umstand aufmerksam zu machen. Das erklärte Ziele der Kampagne: Die Zahl der krankheitsbedingten Fehltage soll dauerhaft verringert werden. Insbesondere geht es auch darum, eine drohende Berufsunfähigkeit frühzeitig abzuwenden.

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In vielen Branchen werden die betrieblichen Abläufe immer weiter automatisiert. Gleichzeitig arbeiten immer mehr Menschen nur am Schreibtisch. Dennoch gehen zehn Prozent der Krankschreibungen in Tagen gerechnet auf Rückenprobleme zurück. Das ist das Ergebnis des aktuellen Gesundheitsreports, den die Techniker Krankenkasse vor wenigen Tagen in Berlin vorstellte. Auffallend sind die hohe Zahl der betroffenen Patienten und die lange Dauer einer Erkrankung. Für die Betriebe entsteht so ein erheblicher Kostenfaktor, die Produktivität sinkt gravierend.

Natürlich sind vor allem Betriebe von den hohen Quoten betroffen, in denen körperlich noch schwer gearbeitet wird. Vorrangig Berufe in der Ver- und Entsorgung, im Tiefbau und in der Altenpflege stehen ganz oben auf der Liste. Doch auch die Betroffenen selbst legen durch wenig gesundheitsbewusstes Verhalten leider die Basis dafür, dass Rückenprobleme schon frühzeitig ohne Krankschreibung kaum noch zu behandeln sind. Einseitige und fehlende Bewegung ist eine wichtige Ursache für Rückenbeschwerden in vielen Branchen. Schon aufgrund des steigenden Alters der Beschäftigten in den Betrieben sieht die TK hier einen erheblichen Handlungsbedarf.

Deshalb setzt die Kasse zukünftig nicht nur auf Prävention, sondern auf eine optimierte medizinische Versorgung. Die Statistik hat gezeigt, welche geographischen Regionen eine besondere Unterstützung benötigen. Mit dem Projekt „Zweitmeinung Rücken“ will man Patienten anhalten, vor einer anstehenden Operation eine zweite Meinung eines Facharztes einzuholen. Dennoch bleibt die persönliche Vorsorge des Einzelnen ein wichtiger Bestandteil der Prävention.

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