TK reduziert Erstattungen für Osteopathie

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Die Techniker Krankenkasse (TK) hat kürzlich bekanntgegeben, dass sie zukünftig nur noch 120 Euro im Jahr für eine osteopathische Behandlung erstatten wird.

Osteopathische Behandlungen sind für viele Patienten die letzte Rettung, wenn diffuse Schmerzen in den Gelenken zu schaffen machen. Viele Versicherte sind angesichts der hohen Kosten für eine Behandlung darauf angewiesen, die Auslagen von ihrem Versicherer erstatten zu lassen. Doch die Techniker Krankenkasse (TK) hat kürzlich bekanntgegeben, dass sie zukünftig nur noch 120 Euro im Jahr für eine osteopathische Behandlung erstatten wird. Das ist eine Reduktion von 240 Euro, die der Versicherte aus eigener Tasche zahlen muss. Es bleibt abzuwarten, wie sich andere Krankenkassen zu diesem Vorgehen stellen.

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Der Verband der Osteopathen äußerte dann auch sein Bedauern zum Vorgehen der Techniker Krankenkassen. Es könne sich nur um eine Reaktion auf eine vordergründige Kostenexplosion bei osteopathischen Leistungen handeln, argumentiert der Verband. Mit dieser Äußerung einher ging der Appell an andere Krankenkassen, diesem Beispiel des Branchenprimus in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht zu folgen, sondern die Kostenübernahmen weiterhin im Interesse der Versicherten zu handhaben. Selbst bei weiter steigenden Kosten für Osteopathie müsse beachtet werden, dass durch eine zielgerichtete Behandlung eine teure Operation häufig nicht mehr notwendig sei. Die Einsparung müsse den Ausgaben letztlich gegenübergestellt werden, bevor man ein endgültiges Urteil zu übertriebenen Kosten der Behandlung fällen könne.

Trotz des Appells des Verbandes bleibt es abzuwarten, wie sich andere Versicherer zum Vorgehen der Techniker Krankenkasse stellen. Sollten sie dem Trend folgen, hätten betroffene Patienten in Zukunft wohl wieder einen erhöhten Anteil der Kosten aus eigener Tasche zu zahlen. Alternativ müsste man auf eine Behandlung ganz und gar verzichten. Wenn der Muskel-Skelett-Apparat aber angegriffen ist und wenn Schmerzen die unausweichliche Folge sind, dürfte es angeraten sein, eine effektive Behandlung auch gegen Kostenbeteiligung in Kauf zu nehmen. Dies dürfte auch der Ansatz der Vertreter sein, die der Meinung sind, erkrankte Patienten müssen in Zukunft wieder tiefer in die Tasche greifen, um sich alternativ behandeln zu lassen.

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1 Kommentar

  1. Zitat: “Selbst bei weiter steigenden Kosten für Osteopathie müsse beachtet werden, dass durch eine zielgerichtete Behandlung eine teure Operation häufig nicht mehr notwendig sei. Die Einsparung müsse den Ausgaben letztlich gegenübergestellt werden, bevor man ein endgültiges Urteil zu übertriebenen Kosten der Behandlung fällen könne.”

    Ich bin kein Osteopath sondern “nur” ein manualtherapeutisch arbeitender Physiotherapeut und möchte hiermit dieses Argument auch für meine Berufsgruppe in Anspruch nehmen.

    Viele Grüsse M. Link

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