TK: Neue Medikamente wenig innovativ

analyse-studieNeue Arzneimittel selten mit deutlich besseren Ergebnissen als ältere Präparate – Mit ihrem Innovationsreport 2013 brachte die Techniker Krankenkasse (TK) vor wenigen Tagen ein erschreckendes Ergebnis an den Tag: Von den in der letzten Zeit 23 neu auf dem Markt erschienenen Arzneimitteln bringt nur eines zweifellos bessere Ergebnisse als ältere Präparate. Acht Produkte erzielen eine leicht bessere Wirkung, die aber nicht gravierend ausfällt.

[Adsenseresp]Besonders negativ fällt bei dieser Studie auf, dass Ärzte in hohem Maß diese Medikamente verschreiben, selbst wenn dadurch keine Verbesserung der Therapie zu erwarten ist. Zieht man dann noch in Betracht, dass die Verordnung von Medikamenten sowohl in der gesetzlichen Krankenversicherung als auch in der privaten Krankenversicherung in den vergangenen Jahren nach ebenfalls aktuellen Studienergebnissen massiv zugenommen haben soll, stellt sich die Frage nach dem Medikamentenmissbrauch, der offenbar von vielen Ärzten sogar noch forciert wird.

Was bleibt, ist auch der Appell an die betroffenen Patienten, bei der Verordnung von Medikamenten kritisch zu hinterfragen, ob und welche Mittel wirklich eingenommen werden müssen. Damit wäre ein großer Schritt auf dem Weg zum mündigen Patienten und zum Verhältnis auf Augenhöhe zwischen Patient und Mediziner getan, das von der PKV wie von der GKV immer wieder so massiv gefordert wird.

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