TK: Medienerziehung bei Jugendlichen dringend erwünscht

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Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa: Über 50 Prozent aller Jugendlichen ist nach Meinung ihrer Eltern deutschlandweit zu häufig im Internet unterwegs.

Über 50 Prozent aller Jugendlichen ist nach Meinung ihrer Eltern deutschlandweit zu häufig im Internet unterwegs. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa, die im Auftrag der Techniker Krankenkasse durchgeführt wurde. Befragt wurden 1.000 Eltern zum Konsumverhalten ihrer Kinder im Alter von 12 bis 17 Jahren. Erforderlich war die Studie, um eine Kampagne zur Medienkompetenz junger Menschen zu untermauern.

Bewegungsmangel aufgrund überdurchschnittlichen Medienkonsum

Die Techniker Krankenkasse unterstreicht die Bedeutung digitaler Medien für junge Menschen. Über 80 Prozent der Jugendlichen sind bereits im Besitz eines Smartphones, Chats und Foren sowie Online-Spiele sind die Freizeitbeschäftigungen, mit denen sie sich in der Regel die Zeit vertreiben. Allerdings möchte die Techniker Krankenkasse Spätschäden bei Jugendlichen vermeiden und deshalb die Diskussion anstoßen, zukünftig zu einem gesunden Umgang mit den Medien zu kommen. Die Studie belegt, dass nur 30 Prozent der Eltern kontrollieren, wann und wo ihre Kinder online surfen. Über 40 Prozent geben überhaupt keine Einschränkungen vor, wie häufig die Kinder im Internet tätig sind.

Die Techniker Krankenkasse sieht an dieser Stelle eine erhebliche Gefahr. Im Sinne einer effektiven Gesundheitsförderung sei es auch erforderlich, die Handlungsfelder Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung bei jungen Menschen genauer zu untersuchen. Im Zuge der digitalen Revolution müsse das Thema Medienkompetenz hinzu kommen. Bewegungsmangel sei letztlich die Kehrseite von einem überdurchschnittlichen Medienkonsum, und damit liegen die Auswirkungen auf die Gesundheit auf der Hand. Auf den Punkt gebracht, diskutiert man in der Arbeitswelt darüber, die E-Mail-Flut nach Feierabend einzudämmen und den Zugang zu firmeneigenen Servern abzuschalten. Doch bei Jugendlichen gibt es offenbar keinen Zeitraum mehr, in dem sie sicher offline sind. Die gesundheitlichen Folgen von Stress, Konzentrations- und Schlafstörungen sind bei jungen Menschen noch gar nicht abzusehen. Gepaart mit Rückenschmerzen und anderen körperlichen Beschwerden müsse verstärkt auf ein gesundheitsförderndes Verhalten der jungen Menschen eingewirkt werden, um dauerhafte Schäden zu reduzieren.

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1 Antwort

  1. Klar wünschen sich Eltern und Co eine Beschränkung der Mediennutzung des Nachwuchses. Allerdings ist das Problem ja nicht gerade neu. Früher hieß es halt immer, dass man nicht so lange fernsehen gucken soll. Nun sind noch Ipads, Notebooks, Spielekonsolen wie die Playstation, Internet und Mobilfunkgeräte hinzugekommen. Eltern die sich besonders darum bemühen, können vielleicht noch etwas bewirken; dennoch wird die Dauer der Mediennutzung immer mehr voranschreiten.

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