Techniker Krankenkasse: Deutsche sind mit GKV zufrieden

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Foto: ©iStock.com/kaspiic
Über 84 Prozent der Bürger sind mit dem deutschen Gesundheitssystem zufrieden. Das hat die Techniker Krankenkasse mit ihrem TK-Meinungspuls 2017 herausgefunden.

Die Deutschen sind mit ihrem Gesundheitssystem einverstanden: Das geht zumindest aus dem „Meinungspuls 2017“ hervor, den die Techniker Krankenkasse (TK) kürzlich vorgelegt hat.

Trotz aller Zufriedenheit sieht man aber einen erheblichen Reformbedarf. Als das kleinere Übel betrachten die Versicherten höhere Beiträge bei gleichbleibenden Leistungen. Schlimmer wären dagegen schon weitere Einschränkungen der Leistungen, wenn dafür die Beiträge stabil bleiben. Die Erwartungen an die nächste Bundesregierung bleiben allerdings hoch, und vor allem beim Wettbewerb und bei der Digitalisierung sieht man die zukünftigen Handlungsschwerpunkte.

Über 84 Prozent der Bürger sind mit dem deutschen Gesundheitssystem zufrieden. Das hat die Techniker Krankenkasse mit ihrem TK-Meinungspuls 2017 herausgefunden. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hatte kürzlich über 2000 Erwachsene nach einer repräsentativen Auswahl befragt. Immerhin sieben Prozent bezeichnen sich als „Vollkommen zufrieden“, immer noch 22 Prozent sind „Sehr zufrieden“, und bei 55 Prozent reicht es noch zu einem „Zufrieden“.

Der 11. Meinungspuls der TK bringt seit der ersten Befragung im Jahr 2003 das beste Ergebnis. Nicht abzulesen ist aus der Befragung allerdings, ob sich die Bundesbürger eine Bürgerkrankenversicherung wünschen. Auffallend ist, dass das Gesundheitssystem mit der Aufteilung in die GKV und die private Krankenversicherung von knapp 60 Prozent der Befragten als „gerecht“ bewertet wird. Trotzdem glauben 75 Prozent der Studienteilnehmer, dass das System an der einen oder anderen Stelle reformiert werden muss. Nur 12 Prozent sehen aber einen grundlegenden Reformbedarf.

Immerhin 66 Prozent sind der Meinung, dass das Gesundheitssystem zukunftsfähig ist, wobei 91 Prozent davon ausgehen, dass die Beiträge in Zukunft weiter steigen. Obwohl die finanzielle Situation der Versicherer derzeit solide ist, werden die hohen Gewinne durch steigende Ausgaben für die Behandlung von Krankheiten aufgezehrt. Überraschend ist, dass knapp 60 Prozent der Befragten bereit sind, höhere Versicherungsbeiträge zu zahlen, sofern der Umfang der Leistungen konstant bleibt. Weniger akzeptabel scheinen dagegen stabile Beiträge zu sein, wenn die Leistungen der GKV eingeschränkt werden.
Für die Zukunft setzen die Befragten durchgängig große Hoffnungen auf die Digitalisierung in der GKV.

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