Tarifwechsel Beitragserhöhung: Warnung vor telefonischem Wechsel

Tarifwechsel Beitragserhöhung
Tarifwechsel Beitragserhöhung: Verbraucherschutz warnt vor telefonischem Tarifwechsel der privaten Krankenversicherung.

Wie jedes Jahr zum Jahresende erhalten in diesen Tagen viele PKV-Versicherte Post von ihrem Versicherer: Die Bekanntgabe der Beiträge für 2018 steht an. Um dem Recht der Kunden auf umfassende Information Genüge zu tun, weisen viele Gesellschaften darauf hin, dass ein Tarifwechsel eine Option sein kann, die Beiträge zu senken. Jetzt schlagen die Verbraucherschützer allerdings Alarm, denn die eine oder andere Versicherungsgesellschaft verfolgt dabei offenbar eine Politik, ihre Versicherten unbedingt zum Wechsel des Tarifs anzuhalten. Der neue Tarif bringt aber nicht zwingend bessere Leistungen, denn in einigen Fällen sollen Versicherte dazu angehalten worden sein, einen Tarif mit geringeren Kostenerstattungen abzuschließen.

Die Gründe für aktuelle PKV Beitragserhöhungen in der privaten Krankenversicherung sind im Grunde ganz ähnlich wie bei den gesetzlichen Kassen. Höhere Ausgaben für Medikamente, Heil- und Hilfsmittel und Arzthonorare und niedrigere Einnahmen durch geringe Zinsen sorgen dafür, dass die Beiträge stetig steigen. Prinzipiell unterscheidet sich die private Krankenversicherung hier nicht nennenswert von der GKV. Allerdings fällt auf, wie einige Gesellschaften mit dem Recht ihrer Kunden auf Information und auf einen Tarifwechsel bei Beitragserhöhung umgehen. Gerade hier setzt die Warnung von Verbraucherschützern im Augenblick an.

Tarifwechsel Beitragserhöhung: Vertragsabschluss nicht telefonisch oder per Mail

In den letzten Wochen sollen Fälle bekannt geworden sein, in denen einige Gesellschaften die Beitragsanhebung dazu genutzt haben sollen, ihre Kunden telefonisch zum Abschluss neuer Verträge und veränderter Tarife anzuhalten. Dieses Verhalten sorgt beim Verbraucherschutz für Unruhe, denn der Wechsel in einen neuen PKV-Tarif will immer genau überlegt und sorgfältig geprüft sein. Wer also eine Beitragerhöhung seines Versicherers bekommt, hat das Recht, sich bei der Gesellschaft nach alternativen Tarifen zu erkundigen. Auf keinen Fall sollte man aber telefonisch oder per Mail einen neuen Vertrag abschließen. Wer bei einem Versicherungsmakler unter Vertrag ist, schaltet diesen am besten ein, um sich bezüglich eines Tarifwechsels von ihm beraten zu lassen. Wer seine Versicherungsgeschäfte ohne Makler selbst verwaltet, sollte sich auf jeden Fall eingehend zum neuen Tarif und seinen Leistungen informieren und diese auch sehr genau vergleichen. Ein überstürzter Tarifwechsel hat eine Reihe von Nachteilen, denn im schlimmsten Fall ist der Tarifbeitrag nach Vertragsabschluss nicht nennenswert geringer, die Leistungen allerdings schon.

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