Tanzen gegen Vergesslichkeit

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Foto: ©iStock.com/STEEX
Jetzt haben deutsche Forscher untersucht, ob es möglich ist durch das Erlernen von Tänzen die körperliche Bewegung mit dem Denkvermögen zu verknüpfen.

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Mit Musik lassen sich ganz eindeutig Gefühle beeinflussen. Da liegt der Gedanke nahe, dass durch Musik in Kombination mit Tanz auch die geistigen Fähigkeiten im höheren Alter verbessert werden könnten. Denn durch die tanzenden Bewegungen entstehen neue Nervenzellen. Nutzt man diese dann jedoch nicht durch geistiges Training verkümmern sie leider wieder.

Wie auf Spiegel Online zu lesen war, haben jetzt deutsche Forscher untersucht, ob es möglich ist durch das Erlernen von Tänzen die körperliche Bewegung mit dem Denkvermögen zu verknüpfen. Dadurch könnten gerade älteren Menschen die Gelegenheit bekommen geistig fit zu bleiben.

Um das zu testen hat man sechzig Probanden, alle um die siebzig Jahre alt, sechs Monate lang begleitet und eine Studie angefertigt. Dreißig Probanden dieser Studie machten Fitness- und Kraftübungen, die übrigen Teilnehmer absolvierten ein Tanztraining.

Aus jeder Gruppe blieben letztlich zwanzig Personen übrig, die während der gesamten Zeit regelmäßig trainiert hatten.

Die Mediziner und Sportwissenschaftler der Neurologischen Universitätsklinik in Magdeburg hatten für die Tanzgruppe ein anspruchsvolles Training gewählt, bei dem zweimal wöchentlich für neunzig Minuten neue Tanzschritte und Figuren erlernt wurden. Alle vier Wochen wechselte das Programm. Es zeigte sich, dass besonders der Rock’n’Roll dazu animierte eigene Tanzschritte zu kreieren.

Beim Tanzen sind Akustik, Navigation im Raum sowie das Erinnern neuer Bewegungen und der Gleichgewichtssinn gefragt. Das ist geistig anspruchsvoll. So hatten die Teilnehmer der Tanzgruppe nach sechs Monaten auch eine deutlich verbesserte Aufmerksamkeit zu verzeichnen.

In beiden Gruppen zeigte sich gleichermaßen eine erhöhte Wachsamkeit und ein Wachstum des Gehirns, allerdings in unterschiedlichen Regionen. Nur bei der Tanzgruppe ließ sich ein Anstieg des Wachstums von Nerven im Serum nachweisen.

Man verlängerte daraufhin die Studie um zwölf Monate. Es stellte sich daraufhin deutlich heraus, dass sich auch das verbale Gedächtnis verbesserte und zwar nur bei den Tänzern. So kann man davon ausgehen, dass ein anspruchsvolles Tanztraining eine leichte Demenz verzögern kann.

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Quelle: www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/demenz-tanzen-soll-vergesslichkeit-vorbeugen-a-1069327.html

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