Suchtbericht 2017 – E-Zigarette immer beliebter

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Immer mehr Deutsche verzichten auf herkömmliche Zigaretten – E-Zigaretten werden noch beliebter.

Der aktuelle Suchtbericht 2017 zeigt, dass immer mehr Deutsche auf Zigaretten verzichten. Problematisch ist hingegen die Tatsache, dass rund zwei Millionen Deutsche medikamentenabhängig sind.

Die E-Zigarette befindet sich auf der Überholspur

Der neueste Suchtbericht zeigt ganz deutlich, dass immer mehr Deutsche auf die klassische Zigarette verzichten. Das ist – so ehrlich muss man sein – die einzige gute Nachricht, die sich im Jahresbericht findet. Es sind vor allem die jungen Erwachsenen und auch die Jugendlichen, die keine Lust mehr auf die klassischen Zigaretten haben. Jedoch zeigt der Suchtbericht, dass die Deutschen die Zigaretten nicht ganz aufgegeben haben – heute greift man lieber zur sogenannten E-Zigarette. 25 Prozent der Jugendlichen haben schon einmal den Kontakt mit einer E-Zigarette gehabt. Die „neuen Zigaretten“ sind extrem beliebt und gehören schon zum „Life-Style“. Das Wort „Trend“ möchte man von Seiten der sogenannten Experten noch nicht verwenden. Von den Rauchern greifen bisher nur drei Prozent auf die E-Zigarette zurück. Jedoch gibt es sehr wohl einige E-Zigaretten-Benutzer (sogenannte „Dampfer“), die früher normale Zigaretten geraucht haben und den Umstieg geschafft haben – sie verwenden nur noch ihre E-Zigarette. Gerade für diese Personengruppe könnte der Umstieg auf die elektronische Zigarette ein deutlich geringeres Erkrankungsrisiko bedeuten. Denn die E-Zigarette gilt als spürbar weniger gesundheitsschädlich als die herkömmliche Zigarette. So könnten E-Zigaretten um bis zu 95 Prozent weniger gesundheitsschädigend sein als die herkömmlichen Zigaretten.

Immer mehr Rentner sind medikamentenabhängig

Der Suchtbericht 2017 hat jedoch ergeben, dass die Medikamentenabhängigkeit zum absoluten Problem geworden ist. Zwei Millionen Deutsche sind betroffen. Medikamente sollen sogar den Alkohol hinter sich gelassen haben. Da Alkohol jedoch gesellschaftlich anerkannt ist und die Schwelle zum Missbrauch recht niedrig ist, dürfte diese Aussage mit Vorsicht zu genießen sein. Hinsichtlich der Medikamentenabhängigkeit rückt besonders die Altersgruppe der über 65-Jährigen in den Vordergrund: Die Rentner nehmen regelmäßig Beruhigungs- und Schlaftabletten ein – dabei handelt es sich vorwiegend um Frauen, die immer häufiger auf Schlaf- und Beruhigungsmittel zugreifen.

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2 Kommentare

  1. Hallo Klaus, für Raucher bedeutet es, das sie um Größenordnungen weniger Giftstoffe aufnehmen. Viele ehemalige Raucher sind dann Dampfer und nicht wenige davon hören auch mit diesem Konsum auf. Es ist derzeit die wirkungsvollste Methode das Rauchen zu beenden. Das Problem ist eher auf Seiten der Zigarettenhersteller der Pharmaindustrie und des Finanzamts. Ich selbst bin nach über 40 Jahren Rauchen bis zu 40 Zigaretten innerhalb von 3 Tagen durch das Dampfen
    „umgestiegen“ und fühle mich bestens…

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