Studien Multiple Sklerose Testosteron

Multiple Sklerose Testosteron
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Multiple Sklerose Testosteron: Das könnte der Grund sein, warum Männer viel seltener an Multipler Sklerose erkranken!

Eine höhere Produktion von Testosteron soll Männer vor Multipler Sklerose schützen. Das sollen jetzt einige Wissenschaftler aus den Vereinigten Staaten von Amerika herausgefunden haben.

Solch eine Erkenntnis eröffnet nun natürlich ganz neue Perspektiven bei der Behandlung dieser relativ weit verbreiteten Autoimmunerkrankung, ganz besonders bei Frauen. Denn Multiple Sklerose tritt bei Frauen drei- bis viermal häufiger als bei Männern auf. Das Männer eher verschont bleiben, liegt an der, wie man jetzt vermutet, vermehrten Produktion von Testosteron bei ihnen

Studien Multiple Sklerose Testosteron mit Mäusen

Jüngst durchgeführte Studien, die über einen Zeitraum von zwölf Monaten liefen und die an Mäusen unternommen wurden, haben gezeigt, dass eine Therapie mit Testosteron den für MS sehr typischen Angriff auf die Myelinscheiden durchaus hemmen kann. Doch solch eine Behandlung kommt wegen der sehr starken Nebenwirkungen weder für Männer und erst recht nicht für Frauen in Frage.

Wie das Testosteron das Immunsystem so günstig beeinflussen kann, dass es den Angriff auf die Myelinscheiden hemmt, war bisher nicht eindeutig geklärt. Nach den neusten Untersuchungen scheint dies nun klarer. Es liegt wohl an dem Botenstoff Interleukin 33 (IL-33).

Es ist also Testosteron, welches die Mastzellen veranlasst vermehrt IL-33 zu produzieren. IL-33 wiederum aktiviert „typ 2 innate lymphoid cells“ (ILC2). Sie spielen bei der Regulierung der Immunabwehr eine überaus wichtige Rolle.
Injiziert man nun ILC2, verhinderte das, zumindest im Tierversuch, den Angriff auf die Myelinscheiden.

Doch bis es zu klinischen Studien am Menschen kommen kann, bedarf es noch vieler weiterer Untersuchungen. Denn die Mediziner müssen sicher sein, dass diese Therapie zur Behandlung der MS bei Frauen oder auch bei Männern gefahrlos eingesetzt werden kann. Da diese Form der Behandlung erfreulicherweise jedoch einen Anstieg des Testosterons vermeidet, könnte sie vielleicht schon bald problemlos angewandt werden.

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Quelle: http://service.brandenburg.de

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