Studie zum Aufhören mit dem Rauchen durch E-Zigarette

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Foto: ©iStock.com/amnarj2006
Eine aktuelle Studie aus den USA hat nun Untersuchungsergebnisse zum Thema Rauchentwöhnung mit der E-Zigarette veröffentlicht.

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Die E-Zigarette erfreut sich seit einigen Jahren einer immer größeren Beliebtheit. Während viele Raucher die E-Zigarette beispielsweise nutzen, um an Orten Nikotin zu konsumieren, an denen das herkömmliche Rauchen nicht erlaubt ist, versuchen andere mit der E-Zigarette vom herkömmlichen Rauchen los zu kommen. Gerade zum Jahreswechsel nehmen sich vermehrt Menschen vor, hier eine Entwöhnung von den Zigaretten dauerhaft umzusetzen. Nun haben Wissenschaftler aus den USA behauptet, dass für Konsumenten der E-Zigarette eine Rauchentwöhnung schwieriger ist, als für Raucher von herkömmlichen Zigaretten. Die Studienresultate wurden am 14. Januar 2016 im The Lancet Respiratory Medicine veröffentlicht.

Überblick zur Untersuchung

Die Forscher von der „University of California“ wollten sich ein Bild darüber machen, ob die E-Zigarette tatsächlich hilfreich ist, für einer Rauchentwöhnung. Für die Untersuchung wurden zunächst 38 vorherige Untersuchungen betrachtet. Darunter reale Beobachtungsanalysen, klinische Studien, zusätzliche Faktoren wie Demographie Merkmale sowie die schwere des Abhängigkeitsgrades vom Nikotin und vergangene Versuche mit dem Rauchen aufzuhören.

Interpretation der Ergebnisse

Mittlerweile soll ein großer Teil der Raucher, die mit dem Rauchen aufhören möchten, zur E-Zigarette greifen. Die Gründe hierfür könnten vermutlich darin liegen, dass die E-Zigarette zunächst als weniger schädlich gilt und damit könnte für den Konsumenten bereits ein erster Schritt hinsichtlich der Gesundheit erfolgt sein. Genau an dieser Stelle sehen die Forscher der University of California ein wesentliches Problem, um mit dem Rauchen aufzuhören. Denn laut der Wissenschaftler soll der überwiegende Teil dieser Gruppe zwar nun E-Zigaretten konsumieren, jedoch auch weiterhin herkömmliche Zigaretten rauchen. Damit würde diese Gruppe einfach nur ein weiteres Nikotinprodukt nutzen, wodurch eine vermutlich erwünschte Substitution der herkömmlichen Zigaretten gar nicht erfolgt. Im Studienergebnis sahen die Forscher bei Nutzern der E-Zigarette eine verringerte Chance mit dem Rauchen aufzuhören von 28 Prozent, gegenüber jenen Rauchern die nicht auf die E-Zigarette zurückgreifen.

Kritische Betrachtung der Studie

Die Untersuchung und auch die nun veröffentlichten Ergebnisse müssen sich starke Kritik gefallen lassen, wie vorgestern auf dem Online-Portal www.heilpraxisnet.de zu lesen war. Die stärkste Kritik kommt derzeit aus Großbritannien. Die Professorin Ann McNeill, vom „UK Centre for Tobacco & Alcohol Studies“ in Nottingham, bemängelt die fehlende wissenschaftliche Herangehensweise. Zusätzlich sieht sie in der Studie sogar eine Gefährdung, da Raucher aufgrund der Ergebnisse nun annehmen würden, dass die E-Zigarette nicht helfen würde. Als Reaktion darauf würden Raucher dann weiter herkömmliche Zigaretten konsumieren, mit den bekannten gesundheitlichen Konsequenzen. Die Kritik McNeill’s ist als bedeutend einzuschätzen, da sie an zwei Studien beteiligt war, die nun auch in der Untersuchung der Forscher aus Kalifornien herangezogen wurden. Die Informationen dieser beiden Studien sind laut McNeill jedoch entweder ungenau oder irreführend.

Peter Hajek von der „Queen Mary University of London“ kritisiert insbesondere die Auswahl der Studienteilnehmer. Hier sieht er eine grob irreführende Auswahl, welche das Ergebnis entsprechend ausfallen lässt. Bei der Auswahl wurden in erster Linie Raucher ausgewählt, die zur Nutzung von E-Zigaretten in der Vergangenheit befragt wurden. Laut Hajek wurden durch dieses Auswahlverfahren in der Studie Menschen nicht berücksichtigt, die E-Zigaretten konsumieren und dann aufhörten mit dem Konsumieren von herkömmlichen Zigaretten.

Ausblick
Der Siegeszug der E-Zigarette hält weiterhin an. In der öffentlichen Wahrnehmung wird die E-Zigarette als weniger schädlich wahrgenommen. Dies liegt insbesondere daran, dass bei der E-Zigarette im Gegensatz zur herkömmlichen Zigarette, keine krebserregenden Stoffe verbrannt werden. Auch in den kommenden Jahren werden weitere Untersuchungen zur E-Zigarette erfolgen und veröffentlicht. Grundsätzlich sind entsprechende Studien stets zu begrüßen. Wissenschaftler müssen sich auch zukünftig die genaue Überprüfung ihrer Ergebnisse und Studien gefallen lassen. Denn nicht nur die Befürworter der elektronischen Zigarette verfolgen sehr aufmerksam die Entwicklungen und wissenschaftlichen Ausarbeitungen hierzu.

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8 Kommentare

  1. Studien hin oder her, alleine schon nicht mehr nach Rauch zu stinken ist für mich eine wohltat.

  2. E-Zigarette hin oder her – wichtig ist es, sich Ziele zu setzen und die eigene Motivation anzukurbeln. Gerade Frauen haben es schwer, mit dem Rauchen aufzuhören. Dabei spielt auch das Wunschgewicht, so wie die Stressbewältigung eine große Rolle. Viele Tipps für Raucherinnen, die gerne mit dem Rauchen aufhören möchten, findet man auf meiner Webseite.

  3. Habe selbst 27 geraucht und bin nun seit über 4 Jahre zu 100% Rauchfrei! Ich kann zwar nicht behaupten das die Dampfe dafür hauptverantwortlich ist, aber dennoch hat diese mir das aufhören ein wenig erleichtert! Schwere Entzugserscheinungen hatte ich über mehrere Monate lang, trotz dampfen!

    Zur Popcornlunge sei gesagt, das in Tabakprodukten der Anteil von Diacetyl um 900 – 1400 mal höher ist als in Liquids falls überhaupt ein derartiges Aroma in der Rezeptur verwendung findet. Daher würde es eher bei Rauchern zu einer Popcornlunge kommen als bei Dampfern. Jedoch selbst bei Rauchern ist dies nicht der Fall, alles nur Panikmache!

  4. Ich habe es Dank der E-Zig auch geschafft von der Tabakzigarette los zu kommen, und ich bin sehr froh darüber.
    Nochmal zu ner normalen Zigarette werde ich definitiv nicht mehr greifen da mich mittlerweile alleine Ihr Geruch abstand halten lässt. Hätte ich nie gedacht!
    Ich habe über 12 Jahre geraucht in den letzten 4 Jahren meiner Raucherkarierre bis zu 30 Stück am Tag.
    Ich bin nun seit 1 1/2 Jahren Dampfer und habe meinen Nikotin konsum mit der E-Zig langsam runter gefahren von 18 MG am anfang auf 0 Mg aktuell.
    Ich kann nun wirklich mit gutem gewissen sagen das ich aus genuss Dampfe und nicht wie mit den Zigaretten weil ich schmacht hätte.

  5. Es ist schon erstaunlich wieviel Nachteile angebracht werden wenn die Steuergelder schwinden. Seit über vier Jahren dank der Ezigaretten nach 25 Jahren endlich rauchfrei und das ohne Rückfall. Für kein Geld der Welt und für keine Studie würde ich jemals nochmal so ein Stinkeding anfassen. Mein Mann hat übrigens mit mir angefangen und nach 4 Monaten sogar die ezigarette gelassen.

  6. @Hans Meier

    Die Studie ist von Stanton Glantz, dessen “Studien” zum Thema E-Zigaretten von richtigen Wissenschaftlern meist sofort fachlich in der Luft zerrissen werden. Er wird auch gerne mal von Frau “suggestiver Konjunktiv” Pötschke-Langer zitiert.

    Der Link zu Studie steht oben im Artikel: http://www.thelancet.com/journals/lanres/article/PIIS2213-2600%2815%2900521-4/abstract
    Nach den Kritiken würde ich allerdings vermuten, dass sich der Erwerb des Volltextes nicht lohnt.

    Heftige fundierte Kritik auch aus Amerika von Carl V Phillips:
    http://antithrlies.com/2016/01/14/the-bright-side-of-new-glantz-meta-analysis-at-least-he-left-aerospace-engineering/

    Eine “Metakritik” von Clive Bates (ehemaliger Direktor von ASH UK)
    http://www.clivebates.com/?p=3560

    Darüberhinaus steht diese pseudowissenschaftliche Behauptung in krassem Widerspruch zur empirische Praxis. In England gibt es immer mehr “Rauch-Stop-Zentren”, die auch die E-Zigarette als Alternative zum Rauchen integrieren und unterstützen. Vorbildliche Vorreiter: http://www.stopsmokingleic.co.uk/a-nurses-guide-to-ecigs/

    Es gibt auch Unmengen von Anekdoten wie meiner:
    Auch nach 30 Jahren hatte ich gar nicht vor aufzuhören. Ich habe das Dampfen nur aus Neugier probiert. Das war vor vier Jahren. So lange bin ich jetzt schon Ex-Raucher und zufriedener Dampfer. [ Ausführlicher: http://mystory.evun.org/testimonials/norbert-zillatron/ ].

    Interessant werden auch die Ergebnisse der Umfrage des ZIS Hamburg, die vorab am 02.12.2015 bei der Tabakkontrollkonferenz in Heidelberg vorgestellt wurde: http://www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/download/Deutsche_Konferenzen_fuer_Tabakkontrolle/13_Deutsche_Konferenz_fuer_Tabakkontrolle/Vortrag_Lehmann.pdf

    An dieser Umfrage habe ich auch teilgenommen. DIESE Zahlen stehen NICHT im krassen Widerspruch zu meiner subjektiven Erfahrung und den Berichten aus unserer globalen sozialen Gemeinschaft.

  7. Hallo,

    ich kann nur für mich sprechen. Ich habe vor 2 Jahren meine letzte Zigarette geraucht, und war vorher starker Raucher. Mit der E Zigarette ist mir der Ausstieg von ca. 35 Zigaretten/Tag auf Null gelungen. Dies geligt aber sicherlich nicht jedem Umsteiger so einfach. Einige Dampfer sind tatsächlich über Monate noch Hybrid Konsumenten. Meiner Meinung nach ist aber die Reduzierung der Tabakzigaretten schon ein Fortschritt. Die meisten Dampfer die ich kenne, haben den Ausstieg aber komplett geschafft, wenn auch nicht alle vom ersten Augenblick an. Zum Thema Nikotin: Vor 2 Jahren habe ich mit 18mg Nikotin pro ml Liquid angefangen, das ganze sukzessive, und ohne mir selber Druck zu machen auf inzwischen 1,5mg Nikotin pro ml Liquid reduziert.

    Alles in allem war der Umstieg für mich bisher einfach, ohne Rückfälle und ich fühle mich seit dem auch deutlich besser.

  8. Naja stimmt wohl eher nicht, ich selbst habe mit dem rauchen durch die ezigarette aufgehört rauche gar nicht mehr also zigaretten.. für mich stinken sie wie hundekot… das Bedürfnis je wieder mit den rauchen anzufangen habe ich nicht, werde ich auch nie wieder haben.Ich würde gerne diese besagte Studie gerne mal im orginaltext zu verfügung gestellt bekommen denn ihre Studie wiecht stark von so ziemlich allen anderen Studien ab.

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