Studie weist höhere Anfälligkeit bei Wochenendarbeit nach

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Foto: ©iStock.com/alvarez
Wochenendarbeit ist in vielen Branchen verstärkt auf dem Vormarsch. Nach einer aktuellen Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) sehen sich immer mehr Arbeitnehmer mit der Forderung ihres Arbeitgebers nach Wochenendarbeit konfrontiert. Rund 30 Prozent der Beschäftigten arbeiten nach dieser Studie regelmäßig am Wochenende, weitere 30 Prozent von Zeit zu Zeit. Allerdings ist der Anteil der Beschäftigten mit regelmäßiger Wochenendarbeit in den letzten 20 Jahren um 60 Prozent gestiegen.

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Berufe und Angestellte welche von Wochenendarbeit betroffen sind
Am häufigsten betroffen sind Mitarbeiter im Gastgewerbe sowie in Sozial- und Erziehungsberufen von der Tätigkeit am Wochenende. In den Banken, Versicherungen und im Energiesektor sieht das dagegen etwas anders aus. Besonders bemerkenswert ist auch, dass das monatliche Bruttoeinkommen häufig nur zwischen 800 Euro und 1.500 Euro liegt und dass die Betroffenen mit 26 bis 35 Jahren recht jung sind. Auch seien Frauen häufiger von Wochenendarbeit betroffen, ebenso Teilzeitkräfte im Vergleich zu Vollzeitkräften.

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Mittelmanagement kann auch betroffen sein

Neben den klassischen Tätigkeiten, welche von Wochenendarbeit betroffen sind, sehen sich verstärkt auch Angestellte des mittleren Managements in Wirtschaftsunternehmen mit Wochenendarbeit konfrontiert. Hierbei zeigt jedoch üblicherweise kein Arbeitsplan diese Wochenendarbeit an, sondern die Arbeit wird regelmäßig mit nach Hause genommen und auch am Wochenende erledigt, damit die geforderten Vorgaben bzw. Ziele geschafft werden können. Bei dieser Gruppe handelt es sich eher um junge aufstrebende Menschen, welche für die Karriere bewusst ihre Freizeit opfern.

Studie: Wochenendarbeit führt zu Überlastung

Allerdings belegt die Studie auch einen weiteren Zusammenhang: Wochenendarbeit führt zu Überlastung, denn rund 62 Prozent der Betroffenen leiden unter Zeitdruck, Stress und mangelnder Erholung am Wochenende. Das wiederum hat direkte Auswirkungen auf die Krankheitsrate, die in der gesetzlichen Krankenversicherung wie in der privaten Krankenversicherung mit zusätzlichen Behandlungskosten zu Buche schlagen wird. Die deutschen Krankenversicherer dürften mit ihren Interessen somit in einem direkten Gegensatz zu den Wünschen der deutschen Wirtschaftsunternehmen stehen, welche die Anwesenheit ihrer Mitarbeiter am Wochenende fordern.

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