Studie: Mineralwasser und Hungergefühl

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Foto: ©iStock.com/ThomasVogel
Wasser mit Kohlensäure erzeugt ein unerwünschtes Hungergefühl

Die meisten von uns trinken Wasser am liebsten mit Kohlensäure.

Vielen ist dieser beliebte Durstlöscher ohne das Prickeln und Sprudeln eben einfach zu fad. Doch jetzt steht das kohlensäurehaltige Mineralwasser im Verdacht Hunger zu erzeugen und somit dick zu machen.

Am beliebtesten bei den Deutschen ist das Mineralwasser medium. Stolze Fünf Milliarden Liter wurden allein in unserem Land davon im letzten Jahr getrunken, während das stille Wasser mit nur zwei Milliarden verkauften Litern ganz am Schluss dieser Bilanz stand.

Gedacht war die Kohlensäure in dem Erfrischungsgetränk ohne Kalorien in früheren Zeiten, um eine Haltbarkeit des gelagerten Wassers zu erreichen und es somit zu konservieren. Dieser Aufwand ist mittlerweile jedoch eigentlich nicht mehr erforderlich.

Die Wissenschaftler einer palästinensischen Universität haben nun eine Untersuchung durchgeführt, um herauszufinden wie sich Wasser mit und ohne Kohlensäure auf das Essverhalten beim Menschen verhält.

Im Obesity Research and Clinical Practice Journal kann man die Ergebnisse nun nachlesen:

Durch die vorhandene Kohlensäure im Wasser wird der Magen geweitet. Das wiederum erzeugt einen gewissen Druck auf bestimmte Zellen. Diese Zellen bilden das Hormon Ghrelin, das den Appetit anregt. Durch den erzeugten Druck wird mehr von diesem Hormon ausgeschüttet und man verspürt schnell Hunger und isst dementsprechend mehr.

Fazit:
Ein kohlensäurehaltiges Wasser regt tatsächlich den Appetit an. Deswegen kann man aber nicht einfach behaupten, dass diese Art von Mineralwasser dick macht. Tatsache ist lediglich, dass der Hormonspiegel ansteigt und der Betroffene daraufhin mehr Nahrung zu sich nimmt. Das bedeutet aber nicht, dass man automatisch schlank bleibt, wenn man stilles Wasser trinkt. Denn außer dem Hormon Ghrelin sind noch viele andere Hormone an der Regulation des Hungergefühls beteiligt. Weitere Untersuchungen werden folgen müssen, um das komplexe Geschehen unseres Organismus zu verstehen.

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Quelle: www.faz.net

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