Studie: Hirnstimulation gegen Alzheimer

Hirnstimulation gegen Alzheimer
Foto: ©iStock.com/Sashkinw
Hirnstimulation gegen Alzheimer: Kann eine tiefe Hirnstimulation bei Morbus Alzheimer helfen? Eine tiefe Hirnstimulation scheint das Fortschreiten der Demenz zu verlangsamen.

Gibt es jetzt endlich eine Möglichkeit Menschen, die an Alzheimer leiden, zu helfen?
Eine tiefe Hirnstimulation, durch die kognitive Prozesse im Gehirn positiv beeinflusst werden, scheint das Fortschreiten der Demenz zu verlangsamen. Das jedenfalls ergab eine Studie aus den USA, die vorerst aber nur an drei Betroffenen durchgeführt wurde.

Hirnstimulation gegen Alzheimer: Hoffnung auf Erfolge

Bei Morbus Parkinson wendet man die tiefe Hirnstimulation bereits seit Jahren erfolgreich an. Man hat bis heute weltweit mehr als 135.000 Menschen mit dieser Erkrankung einen sogenannten Hirnschrittmacher implantiert. Er erreicht über eine elektrische Stimulation bestimmte Hirnregionen und verbessert dadurch motorische Symptome, vor allem das starke Zittern. Da auch Alzheimer, wie Morbus Parkinson, zu den degenerativen Erkrankungen des Gehirns gehört, die aller Wahrscheinlichkeit nach durch bestimmte Ablagerungen entstehen, hofft man auch auf Erfolge bei der Behandlung von Morbus Alzheimer.

Vor zwei Jahren erzielten Forscher der Universität Toronto zwar bereits bei 42 Probanden mit Morbus Alzheimer eine Verbesserung des Glukosestoffwechsels, erreichten aber keine günstige Beeinflussung der kognitiven Fähigkeiten durch die tiefe Hirnstimulation.

Jetzt haben die Wissenschaftler vom Wexner Medical Center in Columbus, Ohio bei drei Patienten die Elektroden in einem anderen Bereich des Gehirns implantiert, das mit dem Frontalhirn verbunden ist und Teil eines neuronalen Netzwerks darstellt. Es steuert kognitive Fähigkeiten und das Verhalten. Dadurch kam es, anders als in der Studie aus Toronto, zu einer Verbesserung der kognitiven Leistungen und dies bei allen drei teilnehmenden Personen. Gleichzeitig verlangsamte sich auch das Fortschreiten der Erkrankung. Weitere Studien werden jedoch unbedingt notwendig werden, um die aktuellen Ergebnisse zu untermauern.

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Quelle: www.aerzteblatt.de

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