Studie aus Ulm zum Stress beim Autofahren

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Studie zu den Auswirkungen von Fahrassistenzsystemen

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Dass Autofahren harte Arbeit bedeuten kann, wissen alle Kraftfahrer. Die körperlichen und psychischen Belastungen sind nach Ermittlungen von Unfallforschern hauptursächlich für das Unfallgeschehen, moderne Fahrassistenzsysteme sollen die Fahrer entlasten. Ob und wie das gelingen kann, beschreibt eine aktuelle Studie der Universität Ulm.

Human Factors im Verkehrsgeschehen

Die Uni Ulm hat sogar einen neuen Lehrstuhl für Human Factors im Verkehr eingerichtet, seit man die Automobilhersteller bei der Entwicklung von Fahrassistenzsystemen unterstützt. Der zuständige Professor Martin Baumann hat ein Team von Ingenieuren, Informatikern und Psychologen zusammengestellt, die den Einfluss der Psyche auf das Verkehrsverhalten nicht nur untersuchen, sondern auch in die Fahrassistenzentwicklung einbringen. Gerade in Stresssituationen, so Prof. Baumann, könne ein Fahrer unter Zeit- und Entscheidungsdruck falsche Verhaltensweisen entwickeln. Das sei ihm nicht unbedingt vorzuwerfen, denn die Lage ist oftmals sehr komplex. Neben den zahlreichen Informationen, die der Fahrer gleichzeitig verarbeiten muss, baut er sich ein mentales Bild von der Lage auf, er „erfühlt“ sie – nur manchmal eben falsch. Wenn dann in Sekundenbruchteilen Entscheidungen zu treffen sind, beispielsweise beim Zufahren auf ein Stauende, kann das auch intelligente und ausgeruhte Fahrer überfordern.

Studie belegt Interaktion zwischen Assistenzsystemen und Fahrer

Die Anfang Juli 2014 vorgestellte Studie der Universität Ulm belegt erstmals in großem Umfang, wie produktiv oder auch kontraproduktiv Fahrassistenzsysteme auf das Geschehen einwirken. Sie können nämlich auch Probleme schaffen, wenn sie der Fahrer nicht richtig versteht. Viele Fahrer fühlen sich durch hochmoderne Assistenzsysteme entmündigt und haben damit nicht unbedingt unrecht, so Prof. Baumann. Wenn die Kommunikation zwischen dem Fahrer und seiner Assistenz nicht richtig funktioniert und es damit zu Akzeptanzproblemen kommt, könne das die Lage destabilisieren. Fahrer müssen daher Fahrassistenzsysteme gut verstehen, ihre umfassende Erörterung durch die Hersteller sei das A und O, so die Studie der Universität Ulm.

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