Steuervorteil private Krankenversicherung für Eltern in Frage gestellt

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Oberfinanzdirektion Münster hebt PKV-Steuervorteil auf
Beiträge für die private Krankenversicherung konnten bisher in einem gewissen Umfang als Sonderausgaben von der Steuer abgezogen werden, wenn Eltern für ihre Kinder die Kranken- und Pflegeversicherung zahlen. Diesen Steuervorteil hat die Oberfinanzdirektion Münster jetzt hinterfragt und in einem aktuellen Urteil abschlägig beschieden.

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Voraussetzungen Eltern Kranken- und Pflegeversicherungsschutz steuerlich geltend machen

Wollen Eltern zukünftig die Prämien für den Kranken- und Pflegeversicherungsschutz steuerlich geltend machen, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. So muss für das Kind noch ein Anspruch auf Kindergeld oder auf einen Kinderfreibetrag bestehen. Weiterhin müssen die Eltern ihrer Unterhaltspflicht nachkommen. Und schließlich umfassen die Beiträge nur die Basis-Absicherung, nicht aber die Prämien für zusätzliche Wahltarife.

Steuervergünstigungen bei Doppelvergünstigungen besonders komplex

Besonders komplex wird die Beurteilung von Steuervergünstigungen nach Meinung der Oberfinanzdirektion, wenn es zu Doppelvergünstigungen kommt. Diese entstehen, wenn das Kind in der Ausbildung ist oder schon während des Studiums berufstätig ist. Dann macht der Arbeitgeber eine Vorsorgepauschale geltend, der zu einer Reduzierung des Lohnsteuerabzugs führt. Machen die Eltern in der Steuererklärung gleichzeitig einen Antrag auf Abzug der Sonderausgaben für die PKV-Beiträge geltend, entsteht eine Doppelvergünstigung. Deshalb werden die Finanzämter die Kinder zukünftig zur Abgabe einer Steuererklärung ab dem Jahr 2012 auffordern, sofern ihr Einkommen im Jahr 2012 die Grenze von 10.200 Euro überschritten hat.

Nur wenn das Einkommen nach Abzug von Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen unter dem Grundfreibetrag von 8.130 Euro für das Jahr 2013 liegt, fallen keine Steuern an.

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