Steigerung PKV Beiträge Assekurata, Map Report, Regierung

Wie wir bereits berichteten hat die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken (Drucksachen-Nummer 17/9227) ermittelt, dass die Beiträge für die private Krankenversicherung in den Jahren 2000 bis 2010 gestiegen sind (Entwicklung der PKV Beiträge von der Bundesregierung; 24. April 2012). Diese Nachricht ist allerdings wenig überraschend. Erstaunlich sind eher bei den ermittelten Werten die Abweichungen zu anderen Quellen wie der Assekuarata, dem Map Report oder der PKV an sich (Entwicklung Beiträge Private Krankenversicherung; 25. April 2012)

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Vergleich Entwicklung der PKV Beiträge – Asskurata, Map Report, Bundesregierung

Für eine möglichst gute Vergleichbarkeit der drei verschiedenen Quellen für die Entwicklung der Beiträge für die Private Krankenversicherung, wurde der Vergleichszeitraum begrenzt. Die Gegenüberstellung bezieht sich auf einen Zeitraum von fünf Jahren und zeigt die prozentualen Beitragsentwicklungen in den Jahren 2006 bis 2010. Die Grafik zeigt eindrücklich, dass alle drei Anbieter zumindest im Trend gleiche Entwicklungen der Prämien für die Krankenvollversicherung ausweisen. Die Werte variieren Lediglich im Detail. Auffallend ist dabei, dass die Beitragswerte der Bundesregierung in den Jahren 2008 bis 2010 zum Teil deutlich über denen des Map-Reports und der Assekurata liegen. Eine Betrachtung des gesamten Zeitraumes zeigt jedoch, dass die jeweiligen ermittelten Werte für die Beitragssteigerungen etwas deutlicher abweichen. So zeigen die Werte des Map-Reports einen Mittelwert von 3,83 Prozent, die Assekurata liegt bei 4,18 Prozent und die Bundesregierung bei 4,64 Prozent.

Zusammenhang Kosten und Beiträge private Krankenversicherung

Die Wirtschaftlichkeit der Anbieter der privaten Krankenversicherung hängt neben einer Reihe verschiedener Variablen auch von den Kosten und den Einnahmen ab. So sollen auch die Kosten im Vergleichszeitraum für die private Krankenversicherung gestiegen sein. Allerdings liegen die Steigerungen in diesem Bereich wohl unter dem Niveau der Beitragssteigerungen. Dementsprechend sollen auch die Beitragserhöhungen nicht ausschließlich durch steigende Kosten verursacht worden sein. Ein nicht zu unterschätzender Faktor könnte jedoch auch die Verzinsung der Alterungsrückstellungen darstellen. Denn diese sind im Betrachtungszeitraum der Bundesregierung (Jahre 2000 bis 2010) deutlich gesunken. Obgleich hier ein Zusammenhang zu den ermittelten Beitragsanhebungen bei den Auswertungen nicht gezogen wurde, so stellen die Zinsentwicklungen doch eine nicht zu unterschätzende Funktion für die Beitragsentwicklung dar. Für viele Außenstehende sind diese verschiedenen Werte zunächst recht verwirrend. Doch gerade der Grund für diese Unklarheiten in diesem Bereich, ist eines der wesentlichen Merkmale der privaten Krankenvollversicherung. Denn die starke Individualisierung sowohl bei der Wahl der Leistungen und auch bei den Prämien, erschweren einen Vergleich.

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