Steigender Arzneimittelverbrauch in der GKV

kalkulationRund 1,5 Arzneimittel pro Tag erhalten gesetzlich Versicherte derzeit nach einer Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK von niedergelassenen Ärzten verordnet. In den letzten Jahren ist die Tagesdosis danach um 45 Prozent gestiegen, festzustellen sei außerdem ein erhöhter Arzneimittelverbrauch bei älteren Menschen.

Weibliche Versicherte benötigen bis zu 20 Prozent mehr Medikamente als Männer, auch dieser Zusammenhang ist allerdings bekannt. Die Analyse zeigte außerdem, dass der größte Teil der Verordnungen auf Volkskrankheiten entfällt, so zum Beispiel auf die Behandlung von Bluthochdruck.

Die Analyse wurde kürzlich im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht, sie gilt allerdings nur für gesetzlich Versicherte. Interessant wäre ein Pendant für privat Versicherte, bei denen sich die Frage stellt, ob die gleiche Menge an Medikamenten verschrieben wird oder ob höherwertige Arzneimittel eingesetzt werden.

Implizit wirft das auch die Frage nach dem bekannten Vorurteil auf, nach dem die private Krankenversicherung vor allem gesunde Menschen mit einem entsprechenden Bewusstsein für die eigene Gesundheit und für eine hochwertige Behandlung aufnimmt. Ein vergleichbares Ergebnis wäre an dieser Stelle sehr zu wünschen, denn es könnte einmal mehr bekannte Vorurteile gegenüber der PKV untermauern oder diese im besten Fall wirksam entkräften.

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