Stammzellen für die Entwicklung neuer Schmerzmittel

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Foto: ©iStock.com/GlobalStock
Die Entwicklung wirksamer Medikamente ist bereits seit Jahrzehnten eine Herausforderung für die Mediziner.

Jedes Jahr werden viele Milliarden Euro für Schmerzmittel, deren Entwicklung und Erprobung ausgegeben. Die meisten dieser Arzneimittel sind für eine kurzfristige Schmerzlinderung gedacht. Doch immer mehr Menschen leiden unter permanenten Schmerzen. Diese chronischen Beschwerden werden vielfach durch neuropathische Erkrankungen ausgelöst und betreffen das periphere Nervensystem. Oft ist die Ursache für die ständigen Schmerzen jedoch unklar.

Das Konsortium NeuRoWeg will aus diesem Grund ein von Stammzellen abgeleitetes Zellsystem für die Grundlagenforschung von Schmerzen und die Erforschung neuer Wirkstoffe aufbauen. Die Wissenschaftler erhoffen sich dadurch schnellere Erfolge bei der Entwicklung neuer Medikamente, weil man so einen potenziellen Wirkstoff oder Wirkungsmechanismus früher, also noch vor der Durchführung klinischer Studien am Patienten, verbessern könnte. Das Risiko für Probanden, die an Studien teilnehmen, wäre somit deutlich geringer.

Nervenzellen des Schmerz-Systems lassen sich im Labor leider nicht vermehren. Allerdings kann man bestimmte Stammzellen aus Haut- oder Blutproben von Patienten gewinnen und daraus Schmerz-Neuronen ableiten. Auf diesem Weg erhofft sich das Konsortium neue Erkenntnisse zur Entstehung chronischer Schmerzen. Die Entwicklung wirksamer Medikamente ist bereits seit Jahrzehnten eine Herausforderung für die Mediziner.

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Quelle: http://medizin-aspekte.de

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