Stabile Beiträge in der PKV: Ein Wintermärchen?

Sie sorgten in den letzten Wochen für gravierende Unruhe in der deutschen PKV-Landschaft: die jährlichen Beitragserhöhungen. Von Margen bis zu 40 Prozent war die Rede, und es verging fast kein Tag, an dem nicht irgendein Versicherer für entsprechende Schlagzeilen sorgte. Bei der Betrachtung der Medienberichterstattung kann man den Eindruck bekommen, dass der Beitrag gerade zu explodiert.

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Steigen die PKV Beiträge wirklich ausschließlich?
Über allen Negativmeldungen wurde ein wichtiger Punkt vergessen: Unzählige Gesellschaften der privaten Krankenversicherung (PKV) haben zum Jahreswechsel 2011/2012 und bis zum Ende des Jahres 2012 schon heute eine Beitragsgarantie ausgesprochen. Bereits im Juli 2011 informierten die ersten privaten Krankenkassen zu diversen Tarifen, in denen keine Beitragserhöhung zum Jahreswechsel zu erwarten war. Diese Meldungen wurden seinerzeit fast verschämt verschwiegen, im Zweifelsfall auch nicht beachtet oder einfach nicht ernst genommen.

Ein Grund weshalb solche Meldungen weniger Beachtung finden, könnte eine weniger ausgeprägte Aufgeregtheit mit sich bringen. Stabile Beiträge sind kein Grund zum Jubel aber auch kein Ärgernis. So erhalten nur die Beitragserhöhungen eine größere Aufmerksamkeit, da diese zu Ärger bei den Versicherten führt und potentielles Zusatzgeschäft für Versicherungsspezialisten sorgt.

In jedem Fall zeigt das Vorgehen einmal mehr, dass das Thema Beitragserhöhungen in der PKV sehr dezidiert betrachtet werden muss. Wer in einem solide kalkulierten Tarif mit vernünftigen Leistungen versichert ist und ein Blick auf die Entwicklung der Beitragsstabilität geworfen hat, darf davon ausgehen, dass die Prämien auch längerfristig recht stabil bleiben werden. Eine pauschale Verurteilung der PKV aufgrund von drastischen Beitragserhöhungen ist deshalb sicher fehl am Platz.

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