Sport im Alter stärkt das Herz – Das stimmt nicht immer

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Foto: ©iStock.com/Yuri
Wissenschaftler des schwedischen Karolinska-Instituts haben jetzt ihre neuesten Erkenntnisse zu diesem Thema veröffentlicht.

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Mit regelmäßigem, aber moderat durchgeführtem Sport lässt sich eine beginnende Herzschwäche deutlich verzögern. Wissenschaftler des schwedischen Karolinska-Instituts haben jetzt ihre neuesten Erkenntnisse zu diesem Thema veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen aber auch sehr eindrucksvoll, dass häufige und extreme Höchstleistungen im sportlichen Bereich durchaus das genaue Gegenteil bewirken können, nämlich das Herz eher belasten und sogar schädigen.

Die Studie wurde an 33000 Männern durchgeführt und begann bereits im Jahre 1998. Zu diesem Zeitpunkt waren die Probanden bereits durchschnittlich 60 Jahre alt. Alle Teilnehmer wurden zu ihren körperlichen Aktivitäten befragt. Dabei wurde von den Forschern ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, wie viel Zeit die Männer täglich mit Sport und Berufstätigkeit verbrachten. Außerdem wurde festgehalten, welche körperlichen Arbeiten in welchem Umfang geleistet wurden. Auch die Schlafgewohnheiten berücksichtigte man.

Vierzehn Jahre lang haben die Forscher alle Werte der Männer dokumentiert und die Daten der körperlichen Aktivität mit dem Risiko für die Entstehung einer Herzinsuffizienz in Verbindung gebracht. Dabei sahen sie deutlich, dass das Risiko eine Herzinsuffizienz zu entwickeln bei den Teilnehmern die gar keinen Sport trieben um über 70 Prozent höher lag, als bei den teilnehmenden Männern, die mäßig körperlich aktiv waren. Aber auch die sportlich sehr engagierten Probanden hatten ein erhöhtes Risiko für die Entstehung einer Herzschwäche. Es lag über 35 Prozent höher, als bei den mäßig Sport treibenden Probanden.

Fazit
Art und Ausmaß der sportlichen Aktivitäten sind aller Wahrscheinlichkeit nach für die Reduktion des Herzinsuffizienz-Risikos verantwortlich. Wer täglich etwa zwanzig Minuten moderat Sport treibt, kann das Risiko einer Herzschwäche um 25 Prozent senken. Bei einer Stunde Sport in der Woche sinkt das Risiko immerhin noch um vierzehn Prozent. Es scheint aber so zu sein, dass extremer Sport die Herzmuskulatur, wegen der dabei notwendigen, starken Pump-Leistung des Herzens, eher schädigt und dadurch eine Herzinsuffizienz verursacht könnte.

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