Signal Iduna ändert Voraussetzungen für die PKV Aufnahme

Signal Iduna: Keine Annahme von zahlungsunwilligen Versicherten mehr – Offensichtlich sieht sich auch die Signal Iduna verstärkt mit Privatversicherten konfrontiert, die ihre PKV Beiträge nicht pünktlich zahlen. Wie anders wäre eine Änderung der Annahmerichtlinien sonst zu erklären, die die Gesellschaft zu Mitte Oktober geltend macht.

Kostenlose Beratung für die private Krankenversicherung anfordern >>

Zukünftig muss jeder Neukunde eine Vorversicherung bei einer Krankenversicherung nachweisen, die mindestens zwei Jahre lang besteht. Hat ein Versicherter eine kürzere Vorversicherung, wird der Antrag abgelehnt. Dieses Vorgehen basiert auf der Krankenversicherungspflicht, die seit Anfang 2009 in Deutschland greift. Die Signal Iduna Krankenversicherung beruft sich mit ihrer Forderung auf diese Versicherungspflicht und wird keine neuen Kunden ohne entsprechende Vorversicherung akzeptieren.

Prüfung Beitragsrückstände beim Vorversicherer

Hinzu kommt eine weitere Neuerung. So wird die Signal Iduna in Zukunft verstärkt prüfen, ob Beitragsrückstände beim Vorversicherer bestehen. Der Antragsteller hat zu bestätigen, dass dies nicht der Fall ist. Somit setzt der Versicherer zukünftig vermehrt auf solvente Kunden, die ihrer Pflicht zur Beitragszahlung zuverlässig entsprechen. Damit steigt in diesen Szenario der Beitrag für alle Versicherten in diesen Tarifen. Daraus kann als Konsequenz eine Abwanderung der Versicherten folgen.

Tipps der Redaktion:

Das Vorgehen ist verständlich: Immer häufiger machen Gesellschaften darauf aufmerksam, dass die Zahlungsmoral ihrer Versicherten offensichtlich sehr zurückgegangen ist. Für den Versicherer ist das allerdings eine massive Bedrohung seiner Existenz, die sich auch auf die Versicherten auswirkt, die ihre Beiträge pünktlich zahlen: Sie haben ausstehende Beitragszahlungen in Form von Beitragserhöhungen mitzutragen und letztlich zu subventionieren.

Das könnte Dich auch interessieren...