Schönheits-Chirurgie: Versicherte zahlen weiter privat

gesicht-frauEine aktuelle Umfrage der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgie (DGPRÄC) brachte überraschende Ergebnisse ans Licht: Im Jahr 2011 waren Brustvergrößerungen, Lidstraffungen und Fettabsaugungen die häufigsten Schönheitsoperationen in Deutschland. Untersucht wurden von der DGPRÄC rund 138.500 Schönheitsoperationen.

Die Analyse zeigte auch, dass vor allem Frauen bereit sind, ihr Äußeres durch eine Schönheitsoperation verändern zu lassen. Bei Männern stehen dagegen eher Haartransplantationen, Ohr- und Kinnkorrekturen auf dem Plan. Da mehr als 95 Prozent der Plastischen Chirurgen in Deutschland in der DGPRÄC organisiert sind, ist das Ergebnis repräsentativ. Ungeachtet dessen ist es erstaunlich, wie verbreitet Schönheitsoperationen dieser Art in Deutschland heute sind. Offenbar haben sie ihren Platz in der Mitte der Gesellschaft gefunden, und es sind nicht mehr ausschließlich die Schönen und Reichen, die solche Operationen durchführen lassen. Das zumindest ist der Eindruck, der sich bei näherem Hinsehen auf die Untersuchungsergebnisse ergibt, wie die Geschäftsführung der Gesellschaft jetzt betonte.

Nicht zu vergessen bleibt dabei, dass solche chirurgischen Eingriffe nur in sehr seltenen Fällen von der privaten Krankenversicherung bezahlt werden. Dazu muss immer eine medizinische Notwendigkeit nachgewiesen werden. Trotzdem sind privat und gesetzlich Versicherte offenbar bereit, für die Optik tief in die eigene Tasche zu greifen.

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2 Antworten

  1. Ich stelle mir dann die Frage ob die Entscheidung für eine medizinische Notwendigkeit tatsächlich für betroffene akzeptabel ist. Beispiel: Eine gebrochene Nase ist wohl nicht lebensbedrohlich noch führt sie zu eher weniger zu Folgeerkrankungen. Hässlich ist das allemal. Ist eine Korrektur nun medizinisch notwendig? Für mich persönlich wäre dies der Fall. Denn beim Blick in den Spiegel würde vermutlich zumindest meine Psyche langfristig leiden, was ja dann auch irgendwann zu entsprechenden Erkrankungen geistiger Natur erwächst.

  2. Es wäre gut wenn sich an diesen Zustand auch nichts ändert. Denn warum soll das Versicherungskollektiv für das Schönheitsideal einzelner zahlen. Wer denn unbedingt glaubt er müsse schöner sein oder unnatürlich gegen den normalen Alterungsprozess vorgehen zu müssen, soll das bitteschön aus seiner eigenen Tasche zahlen. Ausgenommen natürlich bei medizinischer Notwendigkeit.

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