Schlangengift gegen Epilepsie – die Forschung geht interessante Wege

Tempura
Foto: ©iStock.com/fTempura
In einer aktuellen Studie wurde die Wirkung des Schlangengiftes an isolierten Nervenzellen und an Mäusen untersucht.

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Korallenottern kommen in Süd- und Mittelamerika vor. Sie töten ihre Beute mit einem Gift, das die Rezeptoren von Nervenzellen auf äußerst aggressive Art und Weise angreift. Das hat die Forschung im Tierreich bisher so noch nicht gesehen. Man hofft nun, durch die Herstellung von synthetischen Varianten dieses Giftes (Toxine), verschiedene Krankheiten, wie Epilepsie und Schizophrenie, aber auch chronische Schmerz-Zustände, behandeln zu können. All diese Erkrankungen werden von den gleichen Nerven-Rezeptoren verursacht.

In einer aktuellen Studie wurde die Wirkung des Schlangengiftes an isolierten Nervenzellen und an Mäusen untersucht. Es kam durch die Injektion des Giftes zu heftigen Krampfanfällen bei den Tieren. Dafür waren zwei Toxine verantwortlich. Die Forscher nannten sie Micrurotoxin 1 und 2. Diese beiden Toxine wirken an den Rezeptoren, die sich im zentralen Nervensystem befinden.

Das Gift der Korallenotter ist das bislang erste und stärkste, tierische Gift, das diese ganz bestimmten Rezeptoren ins Visier nimmt und angreift. Heften die Toxine erst einmal an ihnen, lassen sie nicht mehr los. Dadurch werden die Rezeptoren überempfindlich und reagieren entsprechend.

Fazit
Bei Schizophrenie, Epilepsie und chronischen Schmerzen kommt es zu Störungen der Aktivität von Rezeptoren. Möglicherweise hilft das Gift der Korallenotter, um wirksame Medikamente herstellen zu können.

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