Schlafprobleme und Burn-Out

Die Diagnose Burn-Out dürfte aktuell so häufig wie nie zuvor erfolgen. Dies könnte auch immer noch damit zusammenhängen, dass eine Burn-Out Diagnose sich deutlich gesellschaftsfähiger anhört als die Diagnose Depression. Nun hat Julia Scharnhorst vom Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) gegenüber dem dpa-Themendienst den Zusammenhang von Schlafproblemen und einer sich andeutenden Burn-Out Erkrankung erläutert.

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Demnach können unter Umständen bereits Schlafstörungen als Warnsignale für ein potentielles Burn-Out herhalten. Ein Beispiel hierfür sollen Wachphasen in der Nacht darstellen, in welchen Betroffene plötzlich aus dem Schlaf erwachen und über zu erledigende Aufgaben für die Arbeit nachdenken. Auch Personen welche nach Feierabend noch gedanklich bei der Arbeit sind oder soziale Kontakte vernachlässigen sollen hierbei der Gefahr von Burn-Out ausgesetzt sein.

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Wird die Diagnose Burn-Out zu leichtfertig gestellt?

Obgleich nur wenige Informationen zu diesen Ergebnissen vorliegen, könnte man meinen, dass gerade in Bezug auf das Burn-Out Gefahrenpotentiell etwas sehr sensibel reagiert wird. Gerade mit Bezug zu einem gestörten Schlaf, empfehlen viele Arbeitswissenschaftler unerledigte Aufgaben am Abend einfach aufzuschreiben. Damit ließe sich bereits ein unruhiger Schlaf aufgrund unerledigter Aufgaben verhindern. Darüber hinaus scheint insbesondere die Position hinsichtlich des „Nichtabschalten-Könnens“ nach Feierabend etwas drastisch zu sein. Ist es nicht eher im Rahmen des Normalen, das ein Mensch, welcher sich beruflich 7 oder 8 Stunden am Tag mit seinen Themen im Büro oder an anderen Arbeitsplätzen beschäftigt, sich auch noch nach der Arbeit für einen gewissen Zeitraum gedanklich damit Auseinandersetzt? Ein schnelles Abschalten könnte vermutlich eher seltener der Fall sein.

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