Sanktionen gegen Krankenkassen

Mit der Insolvenz der City BKK könnten nun einige Krankenkassen, welche es den Mitgliedern schwer gemacht haben sollen zu wechseln, nun mit Sanktionen rechnen. Die Koalition möchte in jedem Falle verhindern, dass sich diese Vorgehensweise bei einer erneuten Kassenschließung wiederholt. Hierbei werden bereits konkrete Maßnahmen zur Verhinderung eines solchen Szenarios diskutiert. Von der Absetzung der Krankenkassenvorstände bis zu empfindlichen Geldstrafe, werden eine Reihe von Sanktionen diskutiert.

Die etwa 168.000 Mitglieder der City BKK wurden Anfang Mai von der Nachricht überrascht, dass die Krankenkasse schließt. Daraufhin haben sich viele der Versicherte schnell aufgemacht, um eine neue Krankenversicherung zu finden. Hierbei kam es dann vermehrt dazu, dass einige Kassen die Versicherten wieder nachhause schickten und deutlich machten, dass diese nicht willkommen sind.

Der Gesundheitsminister ruft allerdings zur Gelassenheit auf. Noch bis Ende Juni kann in eine neue Krankenkasse gewechselt werden. Ein persönliches Erscheinen ist hierbei ebenfalls nicht Pflicht. Grundsätzlich kann der Aufnahmeantrag auch mittels schriftlicher und formloser Erklärung von statten gehen.

Laut Medien hängt die ablehnende Haltung einiger Krakenkassen gegenüber den Versicherten von der City BKK mit deren Alterstruktur zusammen. Auch die Gesundheitssituation vieler Versicherter hat zusätzlich zu diesem Verhalten geführt. Das dahinter ein stark wirtschaftlich geprägter Gedanke vermutet werden könnte, liegt auf der Hand. Jedoch war das Verhalten der gesetzlichen Krankenkassen nicht nur moralisch zweifelhaft sondern sogar gesetzeswidrig. Während die Private Krankenversicherung tatsächlich bei der Aufnahme von Versicherten einen gewissen Spielraum besitzt, müssen die gesetzlichen Krankenkassen, gleich wie alt oder wie Gesund ein Versicherter ist, diesen aufnehmen.

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