Routinen wichtig für die Gesundheit

medizinerinnen
Routinen im Beruf erlernen – Routinen sind erlernbar und können die Gesundheit signifikant erhöhen

Kostenlose Beratung Berufsunfähigkeitsversicherung: Hier kostenlos Kontakt zum Versicherungsmakler aufnehmen>>

Routinen, oft als banal und geisttötend verschrien, helfen in Wahrheit, den beruflichen und privaten Alltag stressärmer, effizienter und gesünder zu gestalten. US-amerikanische und deutsche Forscher haben in den 2000er Jahren intensiv – teils gemeinsam, teils unabhängig voneinander – zur Thematik geforscht. Sie konstatieren einhellig: Menschen brauchen Routine, und sie können sie erlernen.

Fehlende Routine macht krank

Wendy Wood, Psychologin an der University of Southern California, hat in mehreren Langzeitstudien belegt, wie krank Menschen durch fehlende Routine, ständig veränderte Aufgaben und laufend wechselnde Lebensumstände werden. Die Forscherin wies aber auch nach, dass gesunde Routinen erlernbar sind und die Gesundheit signifikant erhöhen. Die Menschen schlafen besser, ernähren sich optimaler, bewegen sich und werden dadurch gesünder und natürlich leistungsfähiger. Die deutsche Psychologin Daniela Zahn (Mainzer Johannes Gutenberg-Universität) bestätigt dieses Ergebnis. Routinen müssten jedoch zuerst erworben und dann verankert werden, so Zahn. Dieser Prozess falle den meisten Menschen sehr schwer.

Tipps der Redaktion:

Optimierung von Routinen

Menschen können ihr Verhalten nur begrenzt anpassen, vor allem wenn das schnell gehen soll – die Krux der meisten Diäten basiert darauf. Da soll in zwei Wochen etwas so Essenzielles wie das Essen umgestellt werden, das muss allzu oft misslingen. Der US-Psychologe Roy Baumeister hat das schon in den 1980er Jahren nachgewiesen. Der Kölner Psychologe Wilhelm Hofmann empfiehlt, neue Routinen länger zu planen und behutsam einzuführen. Hierzu müssten auch ruhige Zeitfenster im Alltag gefunden werden. Das soziale Umfeld könne einbezogen werden, was auch die Motivationsforscherin Gabriele Oettingen bestätigt, die gleichzeitig in Hamburg und New York tätig ist. Sie hat mit amerikanischen Kollegen zusammen Wenn-dann-Pläne entwickelt, die auf ein Ereignis ein nächstes folgen lassen: Morgens nach dem Aufstehen treibe ich etwas Sport, immer am Samstagnachmittag kümmere ich mich um meine Kinder, jeden Vormittag von 10.00 bis 11.00 h gehe ich im Büro meine Termine durch. Das reduziere den Stress ganz enorm und helfe langfristig, gesunde Routinen zu stabilisieren, so Oettingen.

Mehr zum Thema

Das könnte Dich auch interessieren …

1 Antwort

  1. Vielleicht ein weiterer Anhaltspunkt weshalb Tätigkeiten in Start-Ups besonders anstrengend sind. Häufig sind dort kaum Routinen vorhanden und die Mitarbeiter sind dann gut beraten sich zeitnah selbst Routinen zu schaffen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.