Revolutionär – eine Smartphone-App ersetzt Blinden die Augen

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Foto: arbeitskreis-krankenversicherungen.de
Jetzt hat die dänische Firma Robocat eine App entwickelt, die blinden Menschen das Leben deutlich erleichtern soll.

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Es gibt für Sehbehinderte und blinde Menschen im alltäglichen Leben viele Hürden die zu überwinden sind. Der Busfahrplan kann nicht gelesen werden und im Supermarkt findet man nicht wonach man sucht. Dafür und für viele andere Situationen ist das gesunde, menschliche Auge unverzichtbar. Doch jetzt gibt es eine App die viele dieser kniffeligen Situationen entschärfen kann.

Schon lange kennt man Apps die den Mondlauf anzeigen, mit denen man einkaufen kann oder die eine Musik erkennen und Titel und Interpret anzeigen. Solche Programme erleichtern und bereichern das Leben vieler normalsichtiger Menschen. Wer wirklich auf Andere angewiesen ist, weil er nichts oder schlecht sieht, profitiert davon jedoch nicht.

Jetzt hat die dänische Firma Robocat eine App entwickelt, die blinden Menschen das Leben deutlich erleichtern soll und das auf eine ganz sensationelle Art und Weise. Die App mit dem Namen „Be my Eyes“ wurde jetzt weltweit veröffentlicht. Mit ihrer Hilfe können sich blinde Menschen die Augen Sehender „ausleihen“. Ein blinder Mensch kann mittels dieser App in einen Videochat mit einem Sehenden treten, wenn er Hilfe benötigt. Der Sehende erblickt dann auf seinem Smartphone die Umgebung des blinden Menschen und kann ihm so weiterhelfen. Das ist zum Beispiel sinnvoll beim Erkennen und Unterscheiden von Produkten aller Art oder beim Lesen von Fahrplänen an Bushaltestellen oder Bahnhöfen.

Leider gibt es die App bisher nur für iOS.

So funktioniert es!

Lädt man sich die Anwendung herunter wird zuerst gefragt, ob man sie als Sehender oder als Blinder nutzen möchte. Gerät der blinde Nutzer in Not wird ein sehender Nutzer per Push-Mitteilung um Hilfe gebeten. Hat der ausgewählte User gerade keine Zeit sucht die App nach dem nächsten Benutzer. Durch eine Zeit- und Länder-Auswertung wird vermieden, dass man mitten in der Nacht gestört wird.

Bis heute wird die Anwendung bereits von etwa 12.000 Sehenden und knapp 1000 blinden Menschen genutzt. Bald soll sie auch für Android-Handys zur Verfügung stehen.

Die dänische Firma Robocat ist übrigens eine Non-Profit-Organisation. Sie finanziert sich aus Spenden.

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