Rentner in der privaten Krankenversicherung: Ein Fass ohne Boden?

Rentner in der privaten Krankenversicherung mit Problemen – Dass ältere Versicherte in der privaten Krankenversicherung zunehmend Angst vor hohen PKV Beiträgen im Alter haben, ist bekannt. Einerseits sehen sie sich mit geringeren Renteneinnahmen konfrontiert, andererseits sind ihre Versicherungsprämien derzeit unter Anderem vom Alter und dem Gesundheitszustand abhängig.

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Das Ergebnis können untragbar hohe Beiträge für die Private Krankenversicherung sein. Während die Krankenvollversicherung in jungen Jahren so deutlich günstiger sein kann als die gesetzliche Krankenversicherung, so ist die private Krankenversicherung im Alter üblicherweise teurer.

Bedenkliche Beispiele in der Sendung Kontraste
Das Fernsehmagazin „Kontraste“ stellte in einer aktuellen Sendung kürzlich zwei Fälle vor, in denen ältere Versicherte ihre Prämien nicht mehr zahlen können und folglich keine ärztliche Versorgung mehr beanspruchen können. Folgt man der Berichterstattung, so sind die Betroffenen gezwungen, Grundsicherung und andere Sozialleistungen zu beantragen, um ihre Versicherungsprämien noch zahlen zu können. Hohe Selbstbeteiligungen tun ein Übriges, dass die Versorgung im Krankheitsfall für die Versicherten nicht mehr tragbar wird.

Tatsächlich scheint es keine Lösungen für die Betroffenen zu geben, denn auch der PKV Basistarif ist nicht den kostengünstigen Tarifen zuzuordnen, und die gebildeten Altersrückstellungen reichen nicht aus, um die Beitragserhöhungen abzufedern. Ein Ansatz bleibt älteren Versicherten aber, auf dem sie im Notfall bestehen sollten: Jede Versicherung bietet so genannte Einsteigertarife an. Sie zeichnen sich durch ein Leistungsspektrum nahe dem Niveau der gesetzlichen Kassen ab und sind in der Regel die kostengünstigsten Tarife. Erhöht der Versicherer die PKV Beiträge, steht den Versicherten ein Wechselrecht in Tarife mit niedrigeren Leistungen zu, die Altersrückstellungen bleiben dabei erhalten. Ein PKV Tarifvergleich auch innerhalb der Tarifstruktur des Versicherers ist zuvor sinnvoll. Im Idealfall ist die eigene Krankenversicherung beim Auffinden und Wechseln innerhalb der Gesellschaft behilflich. So kann die Private Krankenversicherung für Rentner eine akzeptable Absicherung ermöglichen.

Gerade in den aktuellen Diskussionen wird jedoch sichtbar, dass die Gesellschaft vor wichtigen Aufgaben in der Gesundheitspolitik steht. Denn während viele Menschen die private Krankenversicherung in jungen Jahren nutzen, um kostengünstig versichert zu sein, so ergeht es einigen im Alter dann umgekehrt. Während junge Menschen sich aus dem Sozialprinzip der GKV verabschieden, um in der PKV zu geringeren Beiträgen einen hohen Leistungsstandard zu beziehen, so gibt es eben jene, welche sich dann im Alter die PKV nicht mehr leisten können. Von einigen Seiten werden die Betroffenen als Rosinenpicker gegeißelt, welche stets nur das Beste beziehen möchten, aber zur Allgemeinheit nichts beisteuern. Tatsächlich ist es jedoch schwer bereits in jungen Jahren abschätzen zu können, wie die finanzielle Situation im Alter aussehen wird. So sind auch regelmäßig Selbständige in der PKV betroffen. Die Private Krankenversicherung für Existenzgründer ist zum Start einer Gründung eine hervorragende Möglichkeit um persönliche Kosten zu sparen. Denn gerade in der Gründungszeit sind oftmals die Finanzen nicht die besten. Wenn das Gründungsvorhaben dann nach einigen Jahren scheitert, dann kann die Absicherung in der PKV nicht optimal sein. Wer der PKV beitritt sollte daher auch stets daran denken, ob man auch als Rentner in der privaten Krankenversicherung abgesichert sein möchte. Die Leistungen können dafür sprechen. Die Beiträge können ein Grund dagegen sein. Letztendlich kommt es stets auf die eigene finanzielle Ausstattung an.

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