Rauchen nicht mehr cool

maedchen-strandPräventionsmaßnahmen gegen den Konsum von Tabak mit Erfolg? – Zahlreiche Medien haben in den vergangenen Tagen die freudige Nachricht veröffentlicht, dass sich der Zigarettenkonsum von jugendlichen in den vergangenen 10 Jahren halbiert hat. So rauchen von den 12- bis 17-Jährigen statt 27,5 Prozent im Jahr 2001 nur noch 12 Prozent. Es hat den Anschein, dass die zahlreichen Präventionsmaßnahmen und gesetzlichen Bestimmungen nun die gewünschte Wirkung erzielen und damit die gesundheitsgefährdende Nikotinabhängigkeit zurückdrängt.

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Hinsichtlich der Präventionsmaßnahmen hat bereits die Bundesregierung eine Reihe unterschiedlicher Kampagnen gegen das Rauchen auf den Weg gebracht und dabei das eine oder andere Mal insbesondere Kinder und Jugendliche im Fokus gehabt. So bietet die Kampagne „Klasse 2000“ für Grundschulen von der ersten bis zur vierten Klasse ein Projekt an, welches gerade auf einen gesunden Lebenswandel und dem Nichtrauchen abzielt. Eine weitere spannende Nichtraucher Kampagne der Bundesregierung ist die „Be smart – don´t start“ Kampagne. Hier werden die höheren Klassen von der 6. bis zur 8. Stufe angesprochen. Kern der Kampagne ist ein Vertrag, welcher für den Wettbewerbszeitraum von einem halben Jahr von den teilnehmenden Klassen verlangt, dass diese Rauchfrei bleiben. Als Anreize winken den Schulklassen Preise bis hin zur Klassenfahrt. Mehr als drei Millionen Schüler haben bereits an dieser Kampagne teilgenommen.

Gesetzliche Rauchverbote und Einschränkungen

Eine vermutlich noch stärkere Wirkung gegen den Tabakkonsum unter Jugendlichen dürften die Maßnahmenpakete durch den Gesetzgeber mit sich gebracht haben. Rauchverbote bei der Arbeit und in öffentlichen Gebäuden sowie empfindliche Preiserhöhungen könnten zahlreiche junge Menschen von einem Griff zum Glimmstängel abgehalten haben. Insbesondere die Verbote in gastronomischen Einrichtungen führen dazu, dass Raucher isoliert werden. Damit werden Raucher im gewissen Sinne ausgeschlossen, wodurch das ehemals „Coole Image“ deutliche Kratzer bekommen hat und nun Raucher eher mitleidig betrachtet werden. In den kommenden Jahren dürften noch eine Reihe weiterer Maßnahmen gegen das Rauchen folgen. Insbesondere die Darstellung der Zigarettenschachteln dürften mittelfristig weiteren Einschränkungen unterworfen werden.

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2 Kommentare

  1. Wenn es nach den Sterbefällen geht, dann müsste nach gleicher Argumentation auch Alkoholkonsum, Autofahren und Motorradfahren verboten werden. Das sieht dann bald nach einer recht langweiligen und sterilen Welt aus. Die Menschen sollten schon selbst entscheiden dürfen was gut und was nicht gut für sie ist. Eine immer weitere Entmündigung der Bürger führt doch nur zur Frustation.

  2. Wenn man bedenkt wie viele Menschen wegen dem Rauchen sterben, da ist es schon sehr verwunderlich, dass Zigaretten überhaupt noch legal sind. In den Medien wird aktuell über eine Helmpflicht diskutiert. Zugegebener Maßen dürfte das wohl auch sinnvoll sein; aber im Vergleich zu den vielen Nikotintoten kaum spürbar. Ich kann mir nicht vorstellen, dass unsere Gesellschaft noch allzu lange diese tödliche Sucht verharmlost und nicht mittelfristig ein Verbot ausspricht.

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